Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Haßberge von Dezember 2015 auf Januar 2016 um 267 Personen auf 1795 Erwerbslose gestiegen. Die Zahl gab die Agentur Arbeit am Dienstag in ihrem Monatsbericht für Januar bekannt.
Die aktuell 1795 Arbeitslosen sind, so ein weiterer Vergleich, 40 Erwerbslose weniger als im Januar vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug jetzt im Januar 3,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,7 Prozent. Der Bestand an angebotenen Arbeitsplätzen ist im Januar um drei Stellen auf 447 offene Stellen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es jetzt zu Beginn des Jahres 51 Arbeitsstellen mehr, berichtet die Arbeitsagentur weiter.
"Ein relativ hoher Anstieg im Januar im Vergleich zum Dezember entspricht der langjährigen Erfahrung. Typischerweise ist im Monatsvergleich der größte Sprung bei der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar zu beobachten", bewertet Thomas Stelzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, die aktuellen Zahlen.


Mehrere Ursachen

Die Agentur in Schweinfurt ist für die gesamte Region Main-Rhön zuständig. Das sind die vier Landkreise Bad Kissingen, Schweinfurt, Haßberge und Rhön-Grabfeld sowie die Stadt Schweinfurt. Für den Kreis Haßberge unterhält die Agentur eine Geschäftsstelle in Haßfurt.
Maßgebliche Gründe für den Anstieg "sind dabei das Ende des Weihnachtsgeschäfts im Handel, das Auslaufen von bis zum Jahresende befristeten Arbeitsverträgen und die in vielen Fällen maßgebliche Kündigungsfrist zum Ende des Quartals", sagt Stelzer weiter. "Auch wenn der Winter wie in diesem Jahr mild bleibt und so in vielen Außenberufen die Arbeit nicht stärker beeinträchtigt wird als im Dezember, führen alleine die genannten Gründe regelmäßig zu einer höheren Arbeitslosigkeit im Januar."
Das gleichzeitige Ende von Kalenderjahr und Quartal sorgt den Angaben zufolge insgesamt für mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Dadurch haben auch mehr Menschen die Chance, ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß.
Saisonbereinigt blieb der Arbeitsmarkt im Januar stabil. "In unserem Jahresrückblick hatten wir dargestellt, dass die Schwankungen bei der Arbeitslosigkeit im Jahr 2015 ausschließlich saisonal bedingt waren", erklärt der Leiter der Schweinfurter Arbeitsagentur. "Dies trifft auch auf den Anstieg im Januar 2016 zu", so Thomas Stelzer weiter, "denn wie der Vorjahresvergleich zeigt, blieb der Arbeitsmarkt weiterhin auf erfreulichem Niveau stabil."


Kurzarbeit in einigen Firmen

Die Zahl der Betriebe, welche für ihre Arbeitnehmer zumindest teilweise Kurzarbeit angemeldet hatten, blieb in der gesamten Region mit 39 gegenüber dem Dezember praktisch unverändert; mit 2509 Arbeitnehmern waren rund 300 weniger Personen betroffen. Aus dieser Differenz kann jedoch kein Trend abgeleitet werden, denn diese Größenordnung gilt als üblich. ks