Sehr früh macht sich der FC Sand am heutigen Samstag auf dem Weg zu seinem nächsten Punktespiel. Schließlich müssen die Fußballer ganz Unterfranken durchqueren, damit sie bereits um 14 Uhr beim letztjährigen Tabellenzweiten der Bayernliga Nord, Viktoria Aschaffenburg, auflaufen können. Obwohl der Gast im Stadion "Am Schönbusch" nur krasser Außenseiter ist, wird er versuchen, es den Aschaffenburgern möglichst schwer zu machen.
"Der FC Sand passt perfekt in unser Beuteschema", schreibt die Viktoria Aschaffenburg selbstbewusst im Vorfeld des Spieles auf ihrer Homepage. Damit meinen die heutigen Gastgeber, dass sie bisher auf eigenem Platz nur gegen den TSV Aubstadt (0:3) verloren, alle übrigen fünf Heimspiel gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich jedoch gewonnen haben. Allerdings warnt Aschaffenburgs Trainer Jochen Seitz auch: "Den FC Sand sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders stark sind die Sander in der Defensive."
Der Sander Trainer Uwe Ernst sieht es ähnlich, auch wenn das letzte Heimspiel gegen Jahn Forchheim mit einem 4:4 endete. "Die Zuschauer haben ein interessantes Spiel gesehen. Wir haben sechs Tore geschossen. Allerdings waren zwei unglückliche Eigentore darunter, so dass es nur zum Unentschieden reichte. Mit einem Punkt macht man in der Tabelle jedoch keine großen Sprünge nach vorne", sagt er. Das Spiel hat aber auch gezeigt, dass die Mannschaft des FC Sand Fußball spielen kann und über die volle Spielzeit als geschlossen starkes Team um jeden Meter Boden kämpft. Bestätigen wollen die Sander das auch in Aschaffenburg.


Ohne Karmann, mit Müller

Nicht verlieren, so lautet die Devise des Trainer-Duos Uwe Ernst und Stefan Nöthling. Und das, obwohl beim FC Sand nach wie vor allergrößte Personalnot herrscht. Seit dem ersten Spieltag schon läuft den Sandern das Verletzungspech hinterher, inzwischen fällt nahezu eine komplette Mannschaft erstklassiger Spieler aus. Diesmal fehlt nun auch noch Andre Karmann berufsbedingt.
Mit nur noch zwölf Mann aus dem Bayernliga-Kader, darunter Manuel Müller, der nach wochenlanger Verletzungspause notgedrungen mitfährt, sowie einigen Perspektivspielern aus der Jugend und Kreisliga werden die Sander die Fahrt antreten. "Wir müssen so lange wie möglich die Null halten. Vielleicht bekommen wir die eine oder andere Chance, die wir nutzen müssen. Im letzten Jahr gelang uns bei der Viktoria ein 1:1. Warum sollten wir das heuer nicht auch schaffen?", so Co-Trainer Stefan Nöthling.
Ernst ergänzt: "Aschaffenburg hat andere Ansprüche als wir. Die Hausherren wollen um die Meisterschaft mitspielen. Darauf müssen wir uns einstellen und dagegenhalten." Das heutige Auswärtsspiel wird für den FC Sand sicher kein Honigschlecken. Bei den heimstarken Aschaffenburgern hängen für alle Gastmannschaften die Punkte hoch.
FC Sand: Medem - Bechmann, Fischer, O. Gonnert, Krug, Leim, McCullough, Müller, Nöthling, Reith, Röder, Th. Schlereth, D. Schmitt, Wagner
Der Fan-Bus Ostkurve fährt nach Aschaffenburg am Sportheimparkplatz um 10 Uhr ab.