Als eine richtige und für das Gerätemuseum Ahorn essenzielle Entscheidung bezeichnete Ahorns Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) den Entschluss, dem Zweckverband "Museen im Coburger Land" beizutreten, der im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben wurde. Im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins Gerätemuseum des Coburger Landes untermauerte Finzel, dass dadurch eine hohe Stabilität, vor allem aus finanzieller Sicht, für die Einrichtung gewonnen worden sei. Martin Finzel, der das Amt des Zweiten Vorsitzenden im Verein bekleidet, hob in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr vor allem den Bau der neuen Zufahrt und die Fuß- und Radwegunterführung zum Museum hervor. "Hierdurch wurde die Attraktivität des Gerätemuseums erheblich gesteigert", betonte Finzel. Nicht unerwähnt ließ er, dass die
Finanzierung dieser Maßnahme zu 100 Prozent durch den Bund übernommen worden sei.
Deutlich führte er vor Augen, dass das Museum nur durch die Arbeit vieler ehrenamtlicher Helfer betrieben werden könne. Allen attestierte er, dass sie mit sehr viel Herzblut dabei seien. Vorsitzender Wolfgang Dultz hob erwähnte hierbei besonders das Engagement von Michael Stoschek; er stehe dem Museum nicht nur finanziell, sondern vor allen ideell zur Seite.
Die Bedeutung des Ahorner Museums sieht der stellvertretende Vorsitzende darin, dass hier die "Schätze des kleinen Mannes" zu Hause seien. "Es ist ein Ort, der Heimat bedeutet", unterstrich Finzel. Wichtig ist für ihn, weiter Werbung für das Museum zu machen und Mitglieder zu gewinnen.
Auf Nachfrage teilte Schatzmeister Ulrich Platsch mit, dass aufgrund von Familienbeiträgen die genaue Zahl der Mitglieder nicht ermittelt werden könne. Er sprach aber von 343 "Beitragsfällen".
Wolfgang Dultz stimmte die Anwesenden auf eine moderate Beitragserhöhung ein, die in der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden soll. "Elf Euro Jahresbeitrag für eine Einzelperson ist nicht mehr zeitgemäß", meinte Dultz.
Auf dem Erreichten will sich der Vorstand nicht ausruhen. So ließ Martin Finzel wissen, dass der Gedanke kursiere, ein zentrales Depot für die überaus zahlreichen Exponate zu schaffen, um das Museum auch für die nächsten 40 bis 50 Jahre gut aufzustellen. Wie dieses aussehen soll und wann mit der Umsetzung zu rechnen ist, konnte Finzel noch nicht sagen, da man erst weitere Überlegungen anstellen müsse. "Ideen kann man viele haben, leisten muss man es sich können", meinte der Bürgermeister.
Einen Abriss über die Veranstaltungen rund um das Gerätemuseum Ahorn gab dessen Leiterin Chris Loos. Als Resümee konnte sie feststellen, dass die Angebote vom Schlenkermarkt, dem Handwerkermarkt über das Wettspinnen bis hin zum Schaf-
und dem Museumsfest allesamt sehr gut angenommen wurden. Auch für das laufende Jahr sind wieder viele Aktivitäten geplant. Chris Loos wünschte sich, dass sich der eine oder andere "überwinden" kann, sich im Gerätemuseum einzubringen. "Und wenn es nur ein paar Stunden sind, den Kassendienst zu übernehmen". Den sprichwörtlichen Hut zog sie vor allen, die aus der Ruine, wie sich die "Alte Schäferei" in den 70er Jahren präsentiert hatte, in ehrenamtlicher Arbeit ein Ensemble geschaffen haben, das weit über die Grenzen der Gemeinde bekannt und beliebt ist. "Es ist jetzt unsere Aufgabe und Verantwortung, dies weiterzuführen", betonte Chris Loos. Dass Museumsarbeit auch mit Muskelkraft verbunden ist, davon konnte die "Arbeitsgruppe" um Johanna Fendel und Karl-Ulrich Pachale ein Lied singen. Bei mehreren Arbeitseinsätzen galt es, Exponate fachgerecht umzulagern und zu katalogisieren. Dass man sich auch mit Schädlingsbekämpfung auseinandersetzen musste, war eine unliebsame Randerscheinung. Einstimmig wurde der Haushalt für das Jahr 2018 mit einem Volumen von über 60 000 Euro beschlossen. Rund 50 000 Euro sollen dabei in die Rücklagen fließen.