Helmut und Rita Trinkerl aus Ebern feierten am Freitag das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Der passionierte Züchter von Rassetauben und in Oberelldorf geborene Helmut Trinkerl hat "sein Täubchen" Rita auf einem Kirchweihtanz in Altenstein kennengelernt. Das Jubelpaar hat drei Kinder und sieben Enkel.
Der Jubilar ist in Oberelldorf in die Volksschule gegangen und musste das landwirtschaftliche Anwesen seiner Eltern während und vor allem nach seiner Schulzeit mit bewirtschaften, weshalb er keinen Beruf erlernen konnte. Ab dem Alter von 18 bis zu seinem 21. Lebensjahr arbeitete er in Coburg in der Firma Gaudlitz. "Nebenbei war ich auch als Milchfahrer tätig", sagt Helmut Trinkerl. Er war anschließend 41 Jahre, bis zu seiner Rente im Jahr 2011, bei der Firma Kugelfischer in Ebern als Arbeiter und zuletzt als Einsteller beschäftigt.
Dort hatte auch seine Ehefrau Rita ihren Arbeitsplatz. Sie stammt aus Bischwind am Raueneck und ist eine geborene Schineller. Am 25. August 1967 haben Helmut und Rita geheiratet und danach noch zwei Jahre in Bischwind gewohnt. Dann zogen sie nach Ebern in eine Mietwohnung. Ein eigenes Haus entstand im Jahr 1984 in der Haydnstraße in Ebern. "Deshalb konnten wir viele Jahre nicht in Urlaub fahren, zuerst wurde das Haus abbezahlt", sagt Helmut Trinkerl. Erst die letzten zehn Jahre leistete sich das Jubelpaar ab und zu einen Urlaub. Viele Jahre konnte die Jubilarin nicht arbeiten, da sie sich um ihre drei Kinder kümmern musste. "Als diese größer waren, habe ich verschiedene Putzstellen angenommen", sagt Rita.
Tauben begleiten das Ehepaar schon seit etwa 50 Jahren. "Damit in Kontakt gekommen bin ich durch einen Onkel aus Coburg", erinnert sich Helmut Trinkerl. Er ist mächtig stolz auf seine züchterischen Erfolge. Mit seinen Tieren hat er nationale und internationale Ausstellungen besucht und "ganz schön abgeräumt". Was war sein größter Erfolg? "Mit meinen Cauchois-Tauben wurde ich Europa-Champion, sagt der Jubilar stolz. Viele Käufer aus dem Ausland seien schon zu ihm gekommen, weil sie von ihm Rassetauben haben wollten. "Aktuell hat sich einer aus Amerika angemeldet", sagt Helmut Trinkerl. Er kommt schier ins Schwärmen, wenn er erzählt, dass er Zuchtwart für Tauben ist und seine Tiere ihm helfen, Stress abzubauen, wobei fast der Jubeltag etwas ins Hintertreffen gerät.
Seine Frau lässt ihn gewähren und trägt sein Hobby mit. Sie ist eher kreativ. "Na ja, ich bastle gerne individuelle Karten für Hochzeiten, Geburtstage oder sonstige Anlässe", sagt sie bescheiden. Im Bekanntenkreis seien diese Karten sehr beliebt.