Mit der "Aktion Schulmaterial" hat die Tafel Erlangen Familien mit schmalem Geldbeutel dabei unterstützt, ihre Kinder für das neue Schuljahr auszustatten. Vor allem für Schulanfänger müssen Eltern tief in die Tasche greifen: Pro Kind werden nach Schätzungen durchschnittlich 300 Euro für die Einschulung ausgegeben. Das kann sich nicht jeder leisten, heißt es in einer Pressemitteilung der Diakonie Erlangen.

Samir (Name von der Redaktion geändert) kann seine Aufregung kaum verbergen: Er trippelt von einem Fuß auf den anderen und quietscht vor Glück. Gerade hat der Siebenjährige eine Schultüte von der Tafel geschenkt bekommen. "Vor allem mit den gepackten Schultüten haben wir für große, glückliche Augen bei den Schulanfängern gesorgt", freut sich Gertrud König, Leiterin der Tafel Erlangen. Knapp 400 Kindern aus finanziell benachteiligten Familien konnte die Tafel Erlangen, eine Einrichtung der Diakonie Erlangen, auf diese Weise helfen. Schultüten, Schulranzen und 20-Euro-Gutscheine für Schulmaterial wurden in den drei Ausgabestellen Erlangen Schillerstraße, Büchenbach und Herzogenaurach ausgegeben.

Verteilt wurde die Ausstattung an Familien, die einen Tafel-Ausweis besitzen und ein Kind zwischen sieben und 14 Jahren haben. Um einen Tafel-Ausweis zu erhalten, wird die Bedürftigkeit geprüft.

Elke Bollmann geht es bei der Aktion auch um Chancengleichheit: "Diese Kids haben nicht die gleichen Voraussetzungen wie andere", erklärt die Leiterin der Ausgabestellen Büchenbach und Herzogenaurach, "das kann sie in der Schule schon von Anfang an ausgrenzen." Sie sollen sich aber gleichwertig fühlen.

Je 35 Gutscheine für Schulsportartikel im Wert von je 70 Euro kann Elke Bollmann zusätzlich in den beiden Ausgabestellen an bedürftige Kinder verteilen. red