Ebensfeld — "Kein Gebäude in Ebensfeld wird gegen den Willen des Eigentümers in den Denkmalschutzbogen aufgenommen", sagte Bürgermeister Bernhard Storath in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Der Bürgermeister trat damit Ängsten entgegen, die Denkmalpflege könnte sich in Folge der Erstellung des denkmalpflegerischen Erhebungsbogens in private Angelegenheiten einmischen.
Thomas Gunzelmann vom Landesamt für Denkmalpflege erläuterte, warum die Daten erhoben werden. In den vergangenen Jahrzehnten hätten Neubau- und Gewerbegebiete das Gesicht Ebensfelds verändert. Der Ortskern sei aber das Markenzeichen des Dorfes: "Die Untere Straße ist ein Straßenraum, wie er weit und breit nicht zu finden ist", sagte er, die Bebauung und die Grüngestaltung seien einzigartig.

Fortschreibung der Liste

Der denkmalpflegerische Erhebungsbogen sei ein Instrument, die Entwicklung Ebens felds zu untersuchen. Ohne mahnenden Zeigefinger soll damit herausgefunden werden, wie der Ort so gewachsen ist und warum er heute so aussieht. Es könnte sein, sagte Gunzelmann, dass neue Objekte in die existierende und stets aktualisierte Baudenkmalliste Ebensfelds aufgenommen werden. Das Landesamt für Denkmalpflege begleite diesen Prozess. In einem transparenten Verfahren werde aufgezeigt, wo historisch wertvolle Bausubstanz vorhanden ist.

Eine wissenschaftliche Arbeit

Gemeinderat Peter Schmauser (CSU) stellte anschließend klar: "Das ganze ist eine wissenschaftliche Untersuchung, die sich Erhebungsbogen nennt", es sei also lediglich eine mit Fakten untermauerte Bestandsaufnahme des historisch gewachsenen Ortskerns.
Der Gemeinderat beschloss mit 13:6 Stimmen, die Erstellung des Erhebungsbogens an das Planungsbüro "transform" zu vergeben. Die Gemeinde trägt 3500 Euro der Gesamtkosten von 7000 Euro. ME