Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen am Pfingstmontag. So war es natürlich kein Wunder, dass es Tausende von Radfahrbegeisterten viel Spaß machte, bei der "Radtourpur" auf autofreien Straßen nach Herzenslust radeln zu können. Zum 20. Mal konnte auf der Staatsstraße 2191 Richtung Kleinziegenfeld, sowie auf zahlreichen Nebenstrecken geradelt werden, ohne den motorisierten Verkehr anzutreffen.
Es war deutlich ersichtlich, dass dieses Event zu einem Markenzeichen im östlichen Landkreis Lichtenfels geworden ist. Ob der bereits guten Wettervorvorhersage hatten sich schon in den frühen Morgenstunden viele Radfahrer, Mountainbiker und Inliner auf die Beine bzw. auf die Räder gemacht, um das Gefühl der autofreien Zeit nutzen und genießen zu können.
Das gute Wetter hatte die Naturschönheiten des Kleinziegenfelder Tales und der Jurahöhen voll zur Geltung gebracht. Wunderbare Jura-Landschaft, schafbeweidete Wacholderhänge, bizarre Felsformationen, schattige Täler und glasklare Bäche wurden ohne Motorengeräusche erkundet.
Offizieller Startschuss war um 11 Uhr, als Georg Krapp und Hans Rost mit Böllerschüssen die diesjährige "Radtourpur" einleiteten. Bürgermeister Udo Dauer freute sich mit seinen Amtskollegen Robert Hümmer aus Altenkunstadt und Bürgermeisterin Christine Frieß aus Burgkunstadt, dass diese Veranstaltung auch nach 20 Jahren nichts von ihrer Attraktivität verloren hat und ein Aushängeschild der Stadt Weismain geworden ist. Er dankte dem Roten Kreuz, den Freiwilligen Feuerwehren, der Polizei, allen Gastronomen, den Mitarbeitern des Bauhofes sowie den Damen des Verkehrsbüros Stefanie Bornschlegel und Andrea Göldner für die Vorbereitung dieses außergewöhnlichen Events. Vom ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V., freute sich der geistige Vater der Veranstaltung, Frank Wessel, welcher dieses Projekt vor 20 Jahren mit ins Leben gerufen hatte, über den großen Erfolg, der damals in Bayern nicht selbstverständlich war.
So richtig los ging es dann am frühen Nachmittag. Besonders viele junge Familien waren auf ihre Fahrräder gestiegen und machten sich auf in Richtung Kleinziegenfelder Tal. Beeindruckend waren einmal mehr die verschiedenartigen Fortbewegungsmittel. Was die Kids alles an Fahrzeugen zu bieten hatten, war ein richtiger Augenschmaus. Steffi Bornschlegel vom Weismainer Tourismusbüro hoffte, dass es auch in diesem Jahr keine Unfälle gibt und alle Teilnehmer zufrieden nach Hause fahren. Gerne gaben sie und ihre Kollegin Andrea Göldner am Infostand Wanderkarten, Tourenpläne sowie Tipps an Interessenten weiter. Wer wollte konnte auch auf die Höhen des Jura hinauf fahren, denn auch die Straßen nach Wohnsig, Wunkendorf, Modschiedel und nach Weiden standen ausschließlich Wanderern und Radfahrern zur Verfügung.