Katharina Müller-Sanke

Was die Versorgung mit sauberem Trinkwasser angeht, hat sich die Situation in Oberfranken-Ost in den zurückliegenden Jahren verbessert. Besonders gibt das für den Raum Kulmbach. Bei einer umfassenden Erhebung war 2014 ermittelt worden, dass die uneingeschränkte Versorgungssicherheit nur in 54 Prozent der Wasserversorgungsanlagen gewährleistet war. Heute sind es 64 Prozent.


Verbesserungen erreicht

Im Landkreis Kulmbach ist die Verbesserung besonders auf Umstrukturierungen wie zum Beispiel in der Peestener Gruppe zurückzuführen. Auch im Raum Alladorf und Wonsees hat sich einiges getan. Im Karstgebiet zwischen Bayreuth und Kulmbach wurden dank eines Förderprogramms weitere Verbesserungen erreicht.
Beim Wasserforum Oberfranken 2018 im Schloss in Thurnau hat Andrea Künzl vom Wasserwirtschaftsamt Hof gestern die Zahlen vorgestellt und erklärt, wo genau Nachbesserungsbedarf herrscht: "Die Defizite liegen überwiegend im Bereich der Redundanz. Die Quantität ist nur in wenigen Fällen ein Problem."
Redundanz bedeutet in diesem Fall, dass einige Anlagen schlecht auf einen möglichen Ausfall von Brunnen oder Leitungen vorbereitet sind. Zur Verbesserung der Situation ist es notwendig, dass die entsprechenden Anbieter Alternativen vorhalten können für den Fall, dass es einen Defekt gibt.
Die Lösung liegt in der Regel in Kooperationen mit benachbarten Verbänden. In wenigen Fällen kann auch die Gewinnung neuer Brunnen eine Lösung sein. Als Handlungsempfehlungen gab Künzl aus, dass die Versorger sich den Herausforderungen stellen und gemeinsam an einem Strang ziehen sollten.
Beim Wasserforum wurde nicht nur das Thema Versorgungssicherheit angesprochen, es ging auch um verschiedenste Themen rund um sauberes Trinkwasser in Bayern und Europa. Diskutiert wurde über mögliche Änderungen bei der Novellierung der EG-Trinkwasserrichtlinie. Auch die Umsetzung der Düngeverordnung wurden angesprochen.


Bamberger Wasserschutzbrot

Zwei konkrete Projekte haben hier Vorbildcharakter: Im Landkreis Bamberg gibt es ein Wasserschutzbrot, das aus Weizen hergestellt wird, der unter stark verringertem Spritzmitteleinsatz gezogen wurde.
Und die Pflanze Silphie könnte den Maisanbau ersetzen. Sie hat den großen Vorteil, dass ihr dickes Wurzelwerk Nitrat nicht durchlässt.