Nichts zu erben gab es für die Konkurrenten des gastgebenden FC Herzogenaurach bei der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Der Titelverteidiger marschierte souverän ins Endspiel, wo er sich auch gegen seine Namensvetter, "Die Pumas", verdient durchsetzte. Die Betriebsmannschaft des Sportartikelherstellers ist als bestes Freizeitteam der Stadt seit vier Jahren Stammgast beim Turnier der Vereinsmannschaften und hatte sich beim Kolpingturnier Mitte Januar erneut die Wild-Card gesichert.
Obgleich die Hobbymannschaft im Turnierverlauf richtig guten Fußball bot - am FC Herzogenaurach bissen sich die Puma-Kicker die Zähne aus. Hatte es im Gruppenspiel nur einen ganz knappen Sieg gegeben, setzte sich der FCH im Finale hochverdient mit 6:0 durch.
"Beim ersten Spiel muss man immer erst rein kommen", sagte der Schlussmann der Gastgeber, Florian Peter, der die Spiele entspannt verfolgte, weil er Platz für Nachwuchstorhüter Maximilian Gumbrecht gemacht hatte, der sich in der Halle beweisen durfte und seine Sache gut machte. Dass der FCH mit einer gemischten Mannschaft antrat, machte nicht viel aus. "Ich wollte eigentlich nicht unbedingt spielen", schmunzelte Spielertrainer Jakob Karches, schließlich standen er und sein Co-Trainer Marco Müller aus Personalmangel aber ebenso auf dem Feld wie der Spielertrainer der Reserve, Christian Zenger.
Der hatte im Halbfinale gegen den Hammerbacher SV mit einem fulminanten Schuss in den linken Winkel den Torreigen eröffnet. Der Gegner machte es dem Titelverteidiger richtig schwer und war drauf und dran, die vermeintlich komfortable Führung des FC Herzogenaurach aufzuholen. Aber als Ingo Höps am Keeper scheiterte, schlug der FCH zurück. Im anderen Halbfinale standen sich der ASV Niederndorf und "Die Pumas" gegenüber. 2:6 stand es am Ende hochverdient, denn die Hobbykicker zogen dem Kreisligisten immer wieder den Zahn und schossen sehenswerte Tore.
"Ich glaube, dass uns im Endspiel die längere Spielzeit von zweimal zehn Minuten entgegenkam", erklärte der sportliche Leiter des FCH, Rudi Litz, zum Turniersieg seiner Mannschaft, die den Namensvetter entzauberte. Sehenswerte Kombinationen und schöne Tore prägten das Finale, in dem sich der FCH zum zweiten Mal in Serie den Pokal sicherte. Im Spiel um Platz 3 hatte sich der Hammerbacher SV gegen den enttäuschenden ASV Niederndorf deutlich durchgesetzt. Das Spiel um Platz 5 musste hingegen entfallen, weil die "Nordsterne" nicht mehr genug Personal für ein Duell mit dem ASV Herzogenaurach hatten.