klaus schmitt

Noch keinen Schritt weitergekommen ist die Polizei bei ihrem Bemühen, einen üblen Fall von Vandalismus in Zeil aufzuklären. Unbekannte haben auf einem Waldweg am Kapellenberg eine historische Kreuzwegstation komplett zerstört. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 10 000 Euro.
Trotz eines Zeugenaufrufs der Inspektion in Haßfurt sind bislang keine Informationen zu den Hintergründen der Tat oder den Tätern eingegangen, wie Detlef Hauck, der stellvertretende Leiter der Haßfurter Polizei, am Dienstag auf Anfrage einräumen musste. "Nicht ein vager Hinweis" sei gegeben worden, bedauert der Fahnder. Folglich seien die Ermittlungen der Polizei bisher nicht erfolgreich gewesen. Es gibt keine Spur.


Völlig zertrümmert

Wann die Tat begangen wurde, ist nicht genau bekannt. Entdeckt wurde der Fall am Sonntag, 16. Juli. Tatort ist der 1880 eingeweihte Kreuzweg, der vom Ende der Zeiler Kapellenbergstraße hoch zur Bergkapelle führt. Die Täter zerstörten die Kreuzwegstation VII, indem sie den kompletten Aufsatz vom Sockel schlugen. Der ging hierbei zu Bruch. Laut Polizeiangaben ist fraglich, ob die Station noch gerettet und wieder instand gesetzt werden kann.
Auf dem Weg durch den Wald gab es weitere zwei Fälle von Sachbeschädigung. Vermutlich besteht ein Zusammenhang; sicher ist aber nicht, dass es dieselben Täter waren.
In der am Beginn des Kreuzweges befindlichen Ölbergkapelle wurden von einer Christusfigur beide Hände abgeschlagen. Diese Figur zeigt den zu einem Engel aufblickenden, betenden Christus. Da beide Hände nicht aufgefunden werden konnten, geht die Polizei davon aus, dass sie entwendet worden sind.


Der dritte Vorfall

Beschädigungen wurden auch an einem Wasserhochbehälter angerichtet. Der liegt nicht weit von der Ölbergkapelle entfernt an dem gleichen Waldweg.
Die Polizei sucht Zeugen, um den Fall aufklären zu können. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion in Haßfurt unter Ruf 09521/9270 entgegen.
Keine Erkenntnisse hat die Polizei bisher, ob die Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit einem Fest stehen können, das in dem Zeitraum an mehreren Tagen auf dem Areal des Käppeles stattfand. Dazu gebe es keine Hinweise, erklärte Detlef Hauck von der Polizei.