Zu einer Feierstunde am Franz-Josef-Strauß-Gedenkstein in Kloster Banz trafen sich am Dienstag Mitglieder des CSU-Kreisverbands. Sie blickten auf das Ende der deutschen Teilung vor 27 Jahren und gedachten des bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, der vor 29 Jahren verstorben war.
Landrat Christian Meißner erinnerte an den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, durch den die Wiedervereinigung erst möglich geworden sei. Nach der Bundestagswahl müsse man sich Gedanken über das hohe Ergebnis der AfD machen.


Über Probleme reden

Eine unterschwellige Unzufriedenheit habe viele Bürger, zu Protestwählern werden lassen. Er sah allerdings auch Versäumnisse der Politik. Man müsse über Probleme wie etwa den Flüchtlingszustrom reden und den Menschen die Situation erklären. Wenn von den etablierten Parteien keine Antworten kämen, bekämen eben andere Parteien Zulauf.
Der Landrat ging auch auf die Situation im Landkreis ein, der gerade in wirtschaftlicher Hinsicht sehr gut dastehe. Aber auch hier gebe es Ereignisse oder Probleme, über die die Bürger informiert werden möchten, sei es über den Fortschritt des Klinikum-Neubaus oder den Neubau der Bundesstraße 173 zwischen Michelau und Zettlitz.
Auf die Bundespolitik zurückkommend verwies der Landrat darauf, dass das Wahlergebnis der Demokratie und dem internationalen Ansehen Deutschlands geschadet habe. Deshalb dürfe man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. "Genauso wie die Demokratie ist die deutsche Einheit ein Geschenk, das es zu würdigen und zu bewahren gilt."
Zum Schluss beglückwünschte stellvertretender Landrat Helmut Fischer Christian Meißner zur Wiederwahl.
Die Gedenkfeier wurde musikalisch von der Blaskapelle des Musikvereins Hochstadt umrahmt, die auch zum Schluss die Bayern- und Deutschlandhymne intonierte, wobei alle Anwesenden kräftig mitsangen.