Die Freiwillige Feuerwehr Neudrossenfeld ist mit dem Feuerwehrgerätehaus am Rathaus nicht mehr zufrieden. Bei der Hauptversammlung übergaben deshalb Vorsitzender Björn Sommerer und Kommandant Markus Schirmer an Bürgermeister Harald Hübner einen Antrag auf Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Der Bürgermeister legte indes eine Planung für eine Zwischenlösung vor, denn ein Neubau werde nicht nur enorme Finanzmittel der Gemeinde verschlingen, sondern dafür werde auch noch sehr viel Zeit ins Land gehen.
Vorsitzender Björn Sommerer begründete den Antrag auf Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in mehreren Punkten und bat zugleich um einen Ortstermin mit dem Bürgermeister, den Mitgliedern des Gemeinderates sowie Kreisbrandrat Stefan Härtlein noch im April. "Wir brauchen ein neues Feuerwehrhaus, denn wir platzen aus allen Nähten. Unberührt davon ist der Bau der Übergangslösung zum Abstellen unseres Mehrzweckfahrzeuges mit Schaffung von Lagerflächen, welcher in der ersten Jahreshälfte 2018 fertig gestellt werden soll. Dieser Bau verschafft uns zumindest noch eine Übergangsfrist, welche für die Planung, Budgetierung und den Bau des neuen Gerätehauses in Neudrossenfeld genutzt werden kann." Als vorrangige Gründe für den Neubau nannte Vorsitzender Sommerer die seiner Meinung nach unzumutbare Parkplatz- und Ausrücksituation am jetzigen Standort in der Ortsmitte. Sommerer dazu: "Zum Teil müssen wir weit weg vom Feuerwehrhaus parken und dann hin laufen, weil die Parkplätze dort nicht gegeben sind." Das Feuerwehrgerätehaus aus dem Jahr 1976 sei für die Aufgaben- und Einsatzgebiete nicht ausgestattet. Eine detaillierte Aufstellung aller Mängel mit einer dazugehörigen Bilder-Dokumentation will die Feuerwehr bei dem Ortstermin im April übergeben.
Ansonsten sprach Vorsitzender Björn Sommerer von einem erfolgreichen und ereignisreichen Jahr 2017, was den Feuerwehrverein angeht, der gegenwärtig 102 Mitglieder zählt. Auch der Aufbau einer Kinderfeuerwehr mit über 30 Buben und Mädchen sei zukunftsweisend.
Bürgermeister Harald Hübner bezeichnete die Neudrossenfelder Wehr als eine Vorzeigefeuerwehr im Gemeindebereich, die im zurückliegenden Jahr 54 Einsätze zu bewältigen hatte.
Es folgten die Berichte von Kommandant Markus Schirmer sowie des Geräte-, Jugend- und Atemschutzwarts. Die Wehr verfügt derzeit über 36 Aktive und dazu kommen noch 11 Kameraden aus den umliegenden Wehren, die neben ihrer Arbeit in der eigenen Wehr zusätzlich in Neudrossenfeld ihren Dienst tun.
Landrat Klaus Peter Söllner sprach von einer hervorragenden Arbeit der Neudrossenfelder Wehr. Mit dem Staatlichen Ehrenzeichnen in Silber (25 Jahre aktiver Dienst) zeichnete Söllner Heiko Böhner, Roland Hüther, Thomas Hofmann und Christian Kunert aus. Für 40 Jahre aktiven Dienst erhielt Alwin Schön das Ehrenzeichen in Gold. Werner Reißaus