Friedrich Lieb, der frühere Kantor der katholischen
Pfarrgemeinde St. Augustin in Coburg, ist am Dienstag 90 Jahre alt geworden. Da gaben sich die Gratulanten die Haustürklinke in die Hand. Friedrich (Fritz) Lieb saß Jahrzehnte auf der Orgelbank in der Kirche St. Augustin. Er gründete vor über 30 Jahren den damaligen Kirchenchor St. Augustin und leitete die Schola.
Und damit nicht genug. Er wirkte mit beim Chor der Chorleiter, ist seit gut 60 Jahren Mitglied im Konzertchor Sängerkranz Coburg und hat darüber hinaus auch den Männergesangverein Weitramsdorf geleitet. "Die Musik und die Familien sind mein Leben", sagte Lieb an seinem Geburtstag.
Wenn ihn seine Urenkelin Laura an die Hand nimmt und ans Klavier ins Wohnzimmer führt, braucht es nicht viele Worte. Uropa Fritz spielt beschwingte Kinderlieder, und Laura tanzt dazu.
Neben der Musik hatte Fritz Lieb eine weitere Leidenschaft: Fußball. Regelmäßig schnürte er die Fußballschuhe für die Bank-Mannschaft.
Am 19. Juni 1928 kam Friedrich Lieb als zweitjüngstes Kind von insgesamt sechs Geschwistern in Neundorf (heute Gemeinde Weitramsdorf) auf die Welt. Seine Eltern waren Johann und Maria Lieb. Nach dem Besuch der Grundschule besuchte er das heutige Gymnasium Albertinum und erlernte das Orgelspiel. "Eigentlich wollte ich Lehrer werden", gestand er an seinem Geburtstag. Dann entschied er sich aber für eine Ausbildung bei der Bayerischen Staatsbank in Coburg. Das ist heute die Hypovereinsbank. Er war dort 41 Jahre beschäftigt, zuletzt als Abteilungsdirektor.
Sein privates Glück fand er 1956 durch die Heirat mit Sieglinde Michl. 2016 war diamantene Hochzeit. Das Paar hat zwei Töchter, Astrid und Martina. Außerdem gratulieren die drei Enkelinnen und die Urenkelin. mako