Für eine Teilsanierung der Mittelschule Ebern in den Jahren 2019 bis 2023, vor allem bei der Haustechnik, Brandmeldeanlagen und der Elektroinstallation, muss viel Geld in die Hand genommen werden. Das hat die Schulverbandsversammlung unter Vorsitz des Eberner Bürgermeisters Jürgen Hennemann (SPD) am Mittwoch in der Mittelschule beschlossen.

"Seit Jahren sind schon Sanierungsschritte geplant und wir haben anfangs von einer Summe von 70 000 Euro gesprochen. Daraus wurden 900 000 Euro, und jetzt bei der heute wichtigen Sitzung sind wir bei einer Investitionssumme von 3 266 800 Euro", sagte Jürgen Hennemann. Eine Zuwendung von zwei Millionen Euro wird erwartet.

Los gehen soll es mit der Sanierung in den Sommerferien 2019. Die brandschutztechnische Ertüchtigung soll in den nächsten vier Jahren in sechs bis acht Bauabschnitten erfolgen.

"Uns verbleibt für den Schulverband Mittelschule ein Eigenanteil von 1 266 800 Euro", sagte Hennemann. Von der Regierung werde hierzu ein Generalbeschluss vom Schulverband gefordert. Der Eigenanteil soll nach den Worten Hennemanns vollständig über Kredite finanziert werden. Eine Investitionsumlage müsse daher nicht erhoben werden. "Kredite hatten wir noch nie," sagte Willi Sendel-beck, Bürgermeister in Rentweinsdorf. Dem pflichtete Hennemann bei, sagte aber, dass das in diesem Fall sinnvoll sei.

Ob sich nicht ein Neubau rentiere, fragte Bürgermeister Willi Sendelbeck. Da überlegte der Planer, Architekt Günther Pollach aus Schweinfurt, kurz und gab die Summe für einen Neubau mit 18 Millionen Euro an.

Die Bauabschnitte würden mit der Schulleitung abgestimmt. "Die Aula wird während der Bauzeit einen gewissen Baustellencharakter haben", erklärte Pollach, und dieser Teil werde zuletzt fertiggestellt. Der Architekt: "Die Schulleitung wird in den kommenden vier Jahren erheblich gefordert sein."

Die Sanitäranlage befinde sich im guten Zustand und sei von der Sanierung nicht berührt, erfuhr der Schulverband weiter. Die Brandschutzeinrichtungen nehmen einen Löwenanteil der Maßnahmen ein. Vorsitzender Hennemann wies noch darauf hin, dass das Dach auch von der Maßnahme unberührt bleibe.

"Die Elektrotechnik wird ein großer Brocken sein mit allen digitalen Anschlüssen, die berücksichtigt werden müssen. Hinsichtlich ,digitale Schule' sind wir eine Vorzeigeschule", so Jürgen Hennemann.

Diskutiert und beschlossen wurde das Honorarangebot eines Ingenieurbüros aus Knetzgau hinsichtlich Planungsleistungen für Elektro- und Brandschutzanlagen für die Mittelschule. Wie das Büro mitteilte, wurden im Angebot beide Kostengruppen zusammengefasst, was sich auf das Honorar mindernd auswirke. Der Honoraranspruch beläuft sich trotzdem noch auf 155 170 Euro. Hennemann: "Da kommen wir nicht drum rum." So wurden diese Leistungen für die Stromanlagen dann auch von den Mitgliedern des Schulverbandes Mittelschule beschlossen.

Toni Binder, stellvertretender Leiter der Mittelschule, sagte, dass die Schule hinsichtlich der Digitalisierung (digitaler Unterricht) auf einem guten Weg sei. 42 IPods habe die Schule, die quasi im "Dauerfeuer" genutzt würden. "Die Kreativität steht bei Nutzung dieser Arbeitsmittel im Vordergrund", sagte Binder. Das fordere großen Personaleinsatz bei den Lehrkräften, die sich mit der Thematik befassen und dahinter stehen, wie er sagte. "Wir haben an unserer Schule immer ein Auge auf Fortbildung in dieser Sache", so der stellvertretende Schulleiter.

Er wusste auch zu berichten, dass die Mittelschule, da sie sich schon einige Zeit mit dem Thema befasst, von anderen Schulen beneidet werde. Deshalb sei die Schule gefragt und auch Schulleiter Philipp Arnold sei deswegen zurzeit unterwegs, um andere Schulen zu beraten. Schließlich hatte Binder ein Lob, das der Schulverband gerne hörte: "Unsere Gemeinde und der Schulverband haben schon lange erkannt, dass in Sachen digitale Schule etwas zu tun sei, weshalb wir anderen weit voraus sind."