Nicole Julien-Mann

Teuschnitz —  In der Mitte des Monats, am 15. August, feiern die Christen die Auffahrt der Muttergottes in den Himmel: Mariä Himmelfahrt. Es ist die Zeit im Jahr, in der hierzulande das Getreide erntereif im Acker steht, die Gemüsegärten ihr kaltes Buffet eröffnet haben, das Kernobst reift. Und auch die Heilkräuter stehen in voller Kraft. Jetzt geernet, enthalten sie ihre wertvollen Wirkstoffe in hoher Konzentration. Der Brauch, Kräuterbuschen zu sammeln, geht bis in die vorchristliche Zeit zurück. Den Kräutern wurde große Macht und Schutzwirkung zugesprochen. Ihre Heilwirkung ist unbestritten, deshalb werden Kräuterbuschen an Maria Himmelfahrt in der Kirche geweiht.
Ein Workshop in der Arnika-Akademie in Teuschnitz geht diesem alten Brauch nach und beleuchtet ihn aus mehreren Perspektiven. Ab 11 Uhr nähert man sich den Heilkräutern kulinarisch oder erwirbt bereits gebundene Kräuterbuschen. Um 13 Uhr erläutert Heidi Schmidt die Tradition der Kräuterbuschen, wie man die Pflanzen auswählt und sammelt. Wer lieber selbst Hand anlegt, bindet unter Anleitung sein eigenes Kräutersträußchen. Ruth Lenhardt zeigt, wie es geht. Wie Kräuter wirken und wie man sie beispielsweise für den Ansatz von Tinkturen nutzt oder Kräutersalze herstellt, verrät Heike von der Wehd.
Alle Referentinnen haben eine Weiterbildung in Traditioneller Europäischer Heilkunde zum Zertifizierten TEH®-Praktiker an der Arnika-Akademie in Teuschnitz absolviert.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 11. August, von 11 bis 16 Uhr in der Arnika-Akademie in Teuschnitz statt. Es gibt Kaffee und Kuchen, selbst gemachte Kräuterlimonaden und andere Spezialitäten. Die Naturmanufaktur "grünerleben" hat geöffnet. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.teuschnitz.de/arnika-akademie.