Andreas Dorsch Was Höchstadt durch die Umgestaltung der Hauptstraße vor zwei Jahren an Attraktivität gewonnen hat, bekommt man immer wieder von Auswärtigen zu hören. Die heimische Bevölkerung ist mit der schmucken Straße offensichtlich schon so vertraut, dass für sie das Positive gar nicht mehr auffällt und nur noch Kritikpunkte Gesprächsstoff liefern. Doch dafür gibt es immer weniger Gründe.

Keine Klagen mehr

Die Höchstadter Innenstadt wird in diesen Tagen für den Frühling fit gemacht. Anfangs umstritten, weil sie auf dem neuen Plattenbelag Rostflecken produzierten, liefern die Blumenkübel aus Cortenstahl inzwischen keinen Grund mehr für Klagen, wie aus der Stadtverwaltung zu erfahren ist.

Die Behälter aus dem speziellen Material, das durch Bewitterung eine Rostschicht bekommt, die vor weiterer Korrosion schützt, blühen jetzt wieder auf. Die Firma Lechner Floristik bestückt die Kübel "mit Pflanzen, die wenig Pflegebedarf haben", wie Markus Lechner sagt.

Marktplatz wieder gesperrt

Der Marktplatz ist seit gestern wieder für den motorisierten Verkehr gesperrt. In der kommenden Woche beendet auf dem neu gestalteten Platz Am Graben der Springbrunnen seine Winterpause.

Etwas staubig ging es gestern in der Hauptstraße zu, als Mitarbeiter der Firma, die die Straße gebaut hat, erneut Brechsand in die leeren Fugen kehrten. Vor allem im Fahrbahnbereich verschwindet dieser regelmäßig, wodurch die Platten beginnen, sich zu lockern. Es sind vor allem Lastwagen, die dem Plattenbelag arg zusetzen, sagen die Experten vor Ort.

Für eine Attraktion im Stadtbild sorgt dieser Tage ein Storchenpaar, das auf dem Turm des alten Rathauses unter dem seit Jahrzehnten bestehenden Horst ein zweites Nest baut. Ohne jegliche Hilfskonstruktion haben es die Störche geschafft, ihre Behausung auf dem Sims zu befestigen. Der Höchstadter Storch-enexperte Edmund Lenz geht davon aus, dass es hier auch eine Brut geben wird.

Lenz vermutet, dass es sich bei diesen Störchen um so genannte Westzieher handelt, die über Gibraltar nach Deutschland kommen. Im Gegensatz zu den früheren Ostziehern, die aus Afrika über den Balkan einfliegen, treten Westzieher mehr als Kolonienbrüter auf und suchen die Nähe zu anderen Störchen.

Dieses zweite Nest auf dem Turm des alten Rathauses wäre laut Lenz inzwischen das neunte im Stadtgebiet von Höchstadt. Da derzeit noch einige Paare bauen, könnten es heuer auch über zehn werden, vermutet der Storchenbetreuer.