Bei der Jahresabschlussfeier des Imkervereins Herzogenaurach in Obermembach standen neben Honigspenden sowie Planungen und Optimierung der imkerlichen Nutzung auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Allerdings konnte Vorsitzender Klaus Becker nur Udo Wendel, Schriftführer des Vereins, die Ehrennadel in Gold für 40-jährige Mitgliedschaft überreichen, die übrigen Jubilare hatten sich entschuldigt. Wegen der ganzjährigen Betreuung und als Dank für Überlassung der Räumlichkeiten für das "Imkereckmuseum" bedankte sich der Verein zudem bei der Wirtsfamilie Gumbrecht mit einem Geschenk.

In seiner Ansprache appellierte Klaus Becker als "Beamter Konrad von Uraha" an die Stadt Herzogenaurach, sich noch stärker für die Lebensräume von Bienen und Insekten einzusetzen. Denn ähnlich wie der Klimawandel werde der Rückgang der Imkerei und damit der Bienen als latentes Problem wahrgenommen, aber die möglichen Folgen würden immer noch viel zu wenig wirklich ernst genommen. Denn immerhin werden rund 80 Prozent der Blütenpflanzen von Honigbienen bestäubt, die damit einen wichtigen Beitrag zur Nahrungsmittelerzeugung leisten. "Der Herr Becker redet uns immer ins Gewissen und er hat Recht, wir müssen noch mehr auf die Natur achten", erklärte die Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD). So hätten seine Apelle bei der Überarbeitung von Bebauungsplänen auch schon Wirkung gezeigt, etwa bei der Anlegung von Blühstreifen und der Bepflanzung. "Das Ganze braucht aber einen langen Atem", denn die Planer seien oftmals Zwängen unterworfen, aber das Problem sei inzwischen bei den Verantwortlichen angekommen.

Zur Jahresabschlussfeier bringen die Imker immer besten fränkischen Honig mit, der an Herzogenauracher Tafel geht. Der Vorsitzende warb um Imker auf Probe und wies darauf hin, dass im Landkreis inzwischen sechs Lehrbienenhäuser stehen und dass das Zeidlerhaus auf der Herzo Base von Mai bis September jeden Samstag ab 9 Uhr geöffnet ist. Auch das Imkereckmuseum war in diesem Jahr ein Treffpunkt für über 60 Besucher und sei vor allem für Schulklassen interessant. Richard Sänger