"Ich fühle Dankbarkeit ohne Ende", blickte der Vorsitzende der "Humanitären Hilfe für Menschen in Not", Tom Sauer, auf ein erneut intensives Jahr zurück. Dank vieler ehrenamtlicher Mitwirkender und zahlreicher Spender konnte viel Unterstützung geleistet werden. Dafür wurden insgesamt 33 344 Euro zur Verfügung gestellt.

Bei den Wahlen wurde der Vorstand bestätigt. Vorsitzender ist Tom Sauer, Stellvertreter Willi Pechtold, Kassierin Katrin Engelhard und Schriftführerin Cornelia Stenglein. Beisitzer sind Ralf Ossmann und Regina Graber. Kassenprüfer wurden Beate Fuhrmann und Jochen Ruß.

Seit 2012 verzeichnet die "Humanitäre Hilfe" einen drastischen Anstieg an Hilferufen. Auch im vergangenen Jahr benötigten viele Menschen in finanzieller Not aufgrund völliger Überforderung und Verschuldung Unterstützung. Erneut stieg die Summe der Hilfen.

"Wir sind nach wie vor ein Lichtzeichen, weil wir im vergangenen Jahr viel bewegt haben", freute sich Sauer über das Geleistete. "Wir werden keine Fußball-Tore, keine Handball-Tore schießen, keine Weltrekorde erreichen. Aber wir werden einen kleinen Baustein setzen."

Das zeige sich am "Haus Lichtzeichen". Das sei ein Signal für Menschen, die kommen und Hilfe brauchen. Das "Haus Lichtzeichen" erlebte 2018 massive Einbrüche. Sauer hofft, dass heuer wieder mehr Kundschaft aus allen sozialen Schichten kommt, um gegen eine Spende neuwertige Ware zu erhalten. Das Haus Lichtzeichen trägt sich noch selbst.

Der Dank gelte aber genauso einer außergewöhnlichen Entwicklung. So feierten letztes Jahr mehrere Menschen ihre Geburtstage und spendeten statt Geschenken. Auch gab es eine hohe anonyme Spende. Dazu kamen sehr viele kleinere Spenden, die in der Masse auch einen erheblichen Betrag ausmachen.

"Plötzlich erlebten wir einen großartigen Spendenboom. Der war notwendig um das aufzubringen, was wir ausgaben." Sauer berichtete von erfolgreichen Hilfen.

Freiwillige Rückzahlungen

Die "Humanitäre Hilfe" leiste oft Soforthilfe. Aber Ziel sei letztlich eine langfristig angelegte Hilfe, die dazu beiträgt, dass "die Betroffenen selber loslaufen und ihre eigenen Schuhe anziehen". Noch etwas zeichnet die Arbeit der "Humanitären Hilfe" aus: 3500 Euro gab es an Rückzahlungen von Menschen, denen einst geholfen wurde. Niemand sei verpflichtet, aber wer es geschafft habe, wolle oft etwas zurückgeben. Die Zusammenarbeit mit Landratsamt, Caritas und Diakonie in drei Landkreisen sei unendlich wichtig. Gemeinsam könnten Hilfen organisiert werden, die dauerhaft positive Entwicklungen zur Folge haben können. Es sei wichtig, dass die Leute wissen, dass sie zum "Haus Lichtzeichen" kommen können. rg