Das liebevolle Miteinander zeichnet den Marienverein (MV) Mönchröden aus und ist seine Stärke. In schöner Adventsatmosphäre langjährige "Mariechen" zu ehren, das war der große Wunsch von Vorsitzender Sylvia Lieb. So freute sich Evelin Weichenrieder über die Auszeichnung für ihre 25-jährige Treue. Friedericke Wissinger und Holger Tischer wird diese Würdigung nachgereicht. Besonders gerührt zeigten sich Marianne Götz und Ruth Greifenstein, die sich dem MV bereits seit 60 Jahren verbunden fühlen. Waltraud Lutz kommt diese Ehre für ihre 60-jährige Mitgliedschaft noch zuteil.

"Es ist eine lieb gewordene Tradition geworden, die Adventszeit mit unserer Weihnachtsfeier einzuläuten und schöne, weihnachtliche Stunden miteinander zu verbringen", sagte die Vorsitzende. "Es ist schön, füreinander da zu sein. Wir möchten auch an die Menschen in unserer Mitte denken, die heute nicht hier sein können", erwähnte Lieb und fuhr fort: "Auch heuer hat sich unser Mittwochstreff wieder Schönes ausgedacht und euch eine kleine Freude bereitet: Viele Wochen wurde geschnitten, geklebt, gestrickt und gebastelt." Lieb richtete ihren Dank gleichzeitig an Organisatorin Christel Zach. Das Kleiderkammer-Team habe das ganze Jahr über gut zu tun gehabt. Helfende Hände seien stets gern gesehen, falls jemand mitmachen möchte.

Ebenso erhielt der gesamte Vorstand sein Dankeschön für die Organisation und Unterstützung aller Aktivitäten. "Übers ganze Jahr investiert ihr sehr viel Zeit für Besuchsdienste, Geburtstage, Weihnachten, im Krankenhaus oder auch im Altenheim und nehmt euch Zeit, um anderen eine Freude zu machen", sagte Lieb.

"Hier beim MV Mönchröden ist immer eine besondere Atmosphäre, eine sehr schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit", gefiel Bürgermeister Marco Steiner. "Ich danke Ihnen für das Engagement, für dieses liebevolle Miteinander. Es zeigt, wie sehr alle mit Herz und Seele dabei sind, etwas für die Gemeinschaft zu tun", fuhr er fort.

"Hier wird man so schön auf diese Zeit eingestimmt, man fühlt sich willkommen", zeigte sich Lilia Agapkin vom BRK-Kreisverband beeindruckt. "Wir leben in einer Zeit des Gegenspruchs. Die Menschheit hat vieles erreicht, aber auch einiges verloren. Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn." Man habe verlernt, einander zuzuhören, es werde zu wenig geliebt. "Desto wichtiger erscheint es mir, die Rolle von einem MV, wo man dem anderen hilft, wenn es ihm nicht gut geht", sagte Agapkin. Dies alles sei nur möglich, weil es Menschen gebe, die sich ehrenamtlich engagieren. Das verdiene höchsten Respekt und Anerkennung. Pfarrer Wolfgang Stefan bereicherte die Feier mit der Geschichte von Pfarrer Georg Weissel (1590 - 1635), der in Königsberg mit dem Lied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" eine Herzenstür öffnete.

Bei dieser liebenswerten Weihnachtsfeier war Bojana Blohmann mit ihrem großen Chor "Die Einfühlsamen" eine wahre Krönung. Ihre gern gehörten Lieder und Melodien berührten spontan alle Herzen. Manja von Nida