Die Feuerwehr Haßfurt bereitet sich auf den Ausnahmezustand vor. Dazu wurde nun eine "Unterstützungsgruppe Führung" gegründet und eine Einsatzführungssoftware eingeführt, wie aus einem Bericht der Feuerwehr hervorgeht.

Extremwetterlagen, regelmäßig auftretende Hochwasser und andere Großeinsätze stellten die Einsatzleiter der Feuerwehr in Haßfurt in den letzten Jahren vor große Herausforderungen. Um sie zukünftig zu entlasten, wurde die Unterstützungsgruppe Führung (UG Führung) ins Leben gerufen. Jetzt übte diese Gruppe erstmals die Abwicklung eines simulierten Ausnahmezustands mit Hilfe der ebenfalls neu beschafften Einsatzführungssoftware (EFS).

Erste Ansätze zur Führungsunterstützung wurden bei der Feuerwehr Haßfurt vor allem bei den Hochwasserlagen und bei den Unwettern der vergangenen Jahre angedacht. Hier wird üblicherweise die ehemalige Nachalarmierungsstelle des Landkreises im Haßfurter Gerätehaus im Schichtbetrieb besetzt. Durch den Führungsstab und weiteres Hilfspersonal werden dann von dort die zahlreichen Einsätze innerhalb des Stadtgebiets koordiniert. Dies geschah bisher jedoch wenig strukturiert mit Papier und Stift oder Excel-Tabellen. Seitdem die Nachalarmierungsstelle im Zuge der Einführung der Integrierten Leitstellen aufgelöst wurde, geht in diesem Bereich außerdem geübtes Personal verloren. Die Schlussfolgerung: Die Feuerwehr braucht den Einsatz der Führungsunterstützung immer öfter. Neben der Entlastung des Einsatzleiters (zum Beispiel durch die Abwicklung des Funkverkehrs) steht hier vor allem die lückenlose und rechtssichere Dokumentation des Einsatzes im Vordergrund. Um dies zu gewährleisten, sollen laut Feuerwehrangaben künftig Lagebild und getroffene Maßnahmen elektronisch festgehalten werden. Das soll die UG Führung leisten. Das aktuell noch im Aufbau befindliche Team umfasst derzeit zwölf Einsatzkräfte der Feuerwehr Haßfurt. Neben Führungskräften handelt es sich dabei unter anderem auch um mehrere IT-Fachkräfte. Sie sollen zukünftig die Einsatzleiter bei sämtlichen Einsätzen unterstützen - auch mit Hilfe der neuen Software. Als weitere technische Neuerung ist im kommenden Jahr die Beschaffung eines Einsatzleitwagens geplant.

Jetzt wurde bei einer Übung der Einsatz mit den neuen Kräften und Möglichkeiten bei einer Extremwetterlage mit Starkregen und Sturm simuliert. red