Der Schriftsteller Jonas Philipps hatte ins Musikheim in Kirchehrenbach eingeladen, um sein neues Buch "Wer probt, hat's nötig - Die Geschichte der schlechtesten Band der Welt" offiziell vorzustellen.

"Natürlich war es für mich etwas ganz Besonderes, in meinem Heimatort Kirchehrenbach zu lesen", schwärmt der 37 Jahre alte Schriftsteller, der inzwischen in Strullendorf (Kreis Bamberg) lebt. "Durch den Heimvorteil waren viele Freunde und Bekannte da. Doch es hat mich genauso gefreut, dass sogar einige Bandmitglieder von Bands wie 'Hirschleder' oder 'Schlachtschüssel' den Weg nach Kirchehrenbach gefunden haben, mit denen wir mit unserer Band früher zusammengespielt haben."

Und so entwickelte sich in ungezwungener Atmosphäre ein schöner Abend, bei dem Jonas Philipps die rund 80 Besucher im gut gefüllten Musikheim in die Welt der Musikgruppe einführte. Jonas Philipps las einen Auszug seines 2017 erschienenen Debüt-Romans "Sonntagsschüsse - Fußballfieber in der Kreisklasse" vor, ehe er den Fokus auf seinen neuen Roman richtete. Zunächst ging er auf die Zeit der Gründung der Band "Biersaufesel" (BSE) zurück, als zwei Kerwasburschen beschlossen, eine Heavy-Metal-Band zu gründen. Anschließend entführte Jonas Philipps seine Gäste nach Gunzendorf (im Buch "Grunzenbach" genannt) und las aus einem Kapitel, in dem die vier Protagonisten der Geschichte nach der Bandprobe abfeierten.

Der Höhepunkt der Lesung waren die beiden Kapitel, in denen die Zuhörer erfuhren, wie es zu den sehr skurrilen Songtexten der Band kam. Jonas Philipps bedankte sich bei seinem ehemaligen Schlagzeuger Markus "Fossy" Peske, dass er die aus seiner Feder stammenden Originaltexte der alten Band wiederverwenden durfte.

Der Lesung folgte der eigentliche Höhepunkt des Abends. Zwölf Jahre nach der Auflösung der Kirchehrenbacher Band BSE betraten drei der einst sechs Musiker die Bühne: Markus "Fossy" Peske, Johannes "Valli" Götz und Thomas Gengler (alias Jonas Philipps). Und so spielte BSE beim Kurzauftritt fünf anstatt der drei geplanten Lieder. Die Zuhörer machten bestens mit, feuerten die Band nach Leibeskräften an und grölten die unsinnigen Refrains mit. red