Die Vertreter der fünf fränkischen Kurorte und Heilbäder - Bad Steben, Bad Rodach, Bad Staffelstein, Weißenstadt und Bad Alexandersbad - trafen sich zur Jahreshauptversammlung in Bad Rodach. Bürgermeister Tobias Ehrlicher berichtete über die Entwicklung in Bad Rodach.
Vorsitzender Peter Berek (Bürgermeister Bad Alexandersbad) machte deutlich, dass das Herausstellen von Gemeinsamkeiten der Schlüssel zum Erfolg für alle sei. Daher gelte es, den Zusammenhalt zu pflegen und stets im Kontakt und Austausch zu bleiben. Für das verbleibende und das kommende Jahr möchte die Gemeinschaft der fünf fränkischen Kurorte das Thema Wohnmobilstellplätze in den Mittelpunkt der Arbeit stellen.
Vier der fünf Gemeinden verfügen bereits über Stellplätze in direkter Nähe zur örtlichen Therme und denken über eine mögliche Erweiterung nach. In Bad Alexandersbad planen engagierte Bürger derzeit, Stellflächen und die notwendigen Einrichtungen für Wohnmobile direkt hinter dem Alexbad zu schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung war die finanzielle Ausstattung der bayerischen Heilbäder und Kurorte. Die mit der staatlichen Anerkennung verbundenen Aufgaben stellen Pflichtaufgaben der Orte zur Sicherung des Prädikats dar. Damit einher gehen kontinuierlicher Investitionsbedarf und finanzielle Belastung durch den laufenden Betrieb. Doch gerade die Heilbäder haben großes Potenzial zur Entwicklung des ländlichen Raumes, vor allem in strukturschwachen Regionen. Die Strukturpolitik der Staatsregierung habe zwar viel bewirkt, es brauche jedoch weiter Unterstützung.
Die Gemeinschaft der "Fünf Kur-Franken" fordert deshalb weitere Verbesserung der Finanzausstattung für Heilbäder und Kurorte. Das gelte zunächst für eine starke Unterstützung bei den Investitionen in den Heilbadbetrieb und damit in den Gesundheitstourismus. Darüber hinaus müsse auch die Finanzierung des laufenden Betriebes Unterstützung finden. Als Beispiel nannte Vorsitzender Berek den Lastenausgleich im Bundesland Thüringen.
Der Bayerische Heilbäderverband, so berichtet der Vorsitzende Berek, sieht im Gesundheitstourismus eine enorme Zukunftschance für den ländlichen Raum. Investitionen in diesem Bereich schaffen Arbeitsplätze, verbessern die Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen sowie die Standortqualität von Industrie- und Dienstleistungsstandorten.
Bei Neuwahlen wurde der bisherige Vorstand in seinen Ämtern bestätigt: Der Bad Staffelsteiner Bürgermeister Jürgen Kohmann bleibt weiter Schatzmeister. red