Förtschwind — Die Mitglieder des Singvogel-Schutzvereins Förtschwind fanden sich zu ihrer Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen ein. Im Frühjahr 1958 war es eine Gruppe Fört schwinder, die in der Gastwirtschaft Johann Bräunig in Fört schwind am 19. April 1958 auf Vorschlag des langjährigen Vorsitzenden Hans Baumüller ihren Vogelschutzverein gründeten.
Sinn und Zweck waren die Pflege und der Schutz der Singvögel, die für die Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft von großem Nutzen sind. Winterfütterung, Erhaltung und Anlage von Sträuchern und Hecken, der Bau von Nistgelegenheiten machten sich die Gründungsmitglieder zu ihren Aufgaben. Dazu gehörte jedoch ebenso die laufende Weiterbildung der Mitglieder. Durch enge Verbindung zur Natur, besonders durch Führungen sollte die Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt geweckt und erhalten werden.
Hans Baumüller ist Ehrenvorsitzender des Vögelschutzvereins. Zurzeit besteht der Singvogel-Schutzverein Förtschwind aus rund 240 Mitgliedern, die nicht nur aus Förtschwind und Greuth kommen, sondern auch aus anderen Ort in der gesamten Region. Ehrenmitglieder sind Alfred Wachs und Johann Lunz.
Der Singvogel-Schutzverein Förtschwind bemüht sich auch heute noch erfolgreich besonders um den Erhalt einer artenreichen heimischen Vogelwelt. Seine Hauptaufgabe sieht der Verein in der Pflege und im Schutz der Singvögel.
Untrennbarer Bestandteil dabei ist die laufende Aufklärung der Bevölkerung mit Vogelstimmenwanderungen. Der ideelle Wert dabei besteht in der engen Verbindung zur Natur und der Führung zur Natur.
Der Vorsitzende, Stefan Arneth, dem auch an diesem Abend erneut das Vertrauen des Vereins ausgesprochen wurde, konnte in seinem Rechenschaftsbericht feststellen, dass viele der Mitglieder des Vereins immer, wenn sie gebraucht werden, mithelfen, die anstehenden Aufgaben zu lösen. Zu den regulären Aktivitäten gehören Vogelstimmenwanderungen, Nistkastenbau und -säuberung, alljährliche Vogelzählungen und die Winterfütterung der gefiederten Freunde.
Stefan Arneth gab bekannt, dass der Stieglitz (auch Distelfink genannt) 2016 als "Vogel des Jahres" auserkoren wurde. Der Stieglitz sei ein auffälliger, kleiner Vogel. etwa in Sperlingsgröße, mit buntem Gefieder. Er ernähre sich von Samen, besonders von Distelsamen. Im Winter ziehe er nach West- und Südeuropa.
Auch die Geselligkeit komme im Verein nicht zu kurz. So wurde beispielsweise beim Schafkopfrennen an 16 Tischen gespielt. Das Schmücken des Osterbrunnens im Ort übernehmen die Frauen im Verein jedes Jahr und schaffen ein österliches Kleinod, dass sich sehen lassen kann. Ausflüge in die Region wie die heuer geplante Führung durch die Höchstadter Bierkeller mit dem Kellerbergverein runden das Bild ab.
Bürgermeister Brehm stellte fest, dass der Singvogel-Schutzverein gemeinsam mit der Feuerwehr ein Träger des gesellschaftlichen Lebens in Fört schwind sei. Brehm sprach das Klärwerk - das neue Projekt, das im Ort kommen soll - an und die Bedeutung der Patenschaft, die der Vogelschutzverein dafür übernehmen wird. Das liege auch im ureigensten Interesse des Vereins. Dem bisherigen Vorstand wurde bei der Wahl erneut das Vertrauen der Vereinsmitglieder ausgesprochen. Der wiedergewählte Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden Stefan Arneth, seinem Stellvertreter Gerhard Utzmann, dem Kassier Leonhard Lunz und Schriftführer Baptist Enkert.