Die First-Responder-Gruppe Untersiemau leistete im vergangenen Jahr 180 Mal in den Gemeinden Untersiemau und Großheirath und darüber hinaus Erste Hilfe bei medizinischen Notfällen. Oft hatten die Helfer einen Zeitvorteil von rund fünf Minuten gegenüber dem Rettungsdienst. Darüber wurde bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Scherneck, zu der die First Responder Untersiemau gehören, berichtet.
Wie der Leiter der Gruppe, Gabriel Schrader, ausführte, konnten aufgrund von Personalmangel nicht alle Einsätze gefahren werden. Die Gruppe sei weiter auf der Suche nach aktiven Helfern. Die sechs Aktiven, darunter eine Frau, hätten über 2100 Stunden Bereitschaft geleistet. Bei den zahlreichen Ausbildungsabenden hätten oft auch externe Referenten medizinisches Wissen vermittelt.
Von der Feuerwehr Scherneck berichtete deren Kommandant Frank Weber, dass die 30 Aktiven der Feuerwehr im vergangenen Jahr zu einem Brand ausrückten. Weber rief dazu auf, sich an den Übungen zu beteiligen Die 13 Atemschutzgeräteträger besuchten zweimal die Atemschutzübungsanlage in Ebersdorf. Zwei Wehrmänner sollen nach Abschluss des Lehrgangs die Gruppe verstärken. Für die Wehr ist der Kauf zweier Langzeitatemgeräte eingeplant, um im ICE-Tunnel Hilfe leisten zu können. Bei den verschiedenen Besprechungen und Sitzungen stehe zurzeit die Umstellung auf den Digitalfunk im Mittelpunkt, berichtete Kommandant Frank Weber. Zwei Vorstandssitzungen seien nötig gewesen, um das "Vereinsschifflein" zu lenken, wie sich Vorsitzender Siegfried Paschold ausdrückte. 1333,33 Euro habe der Feuerwehrverein zur Unterstützung krebskranker Kinder übergeben.
Für 20 Jahre Feuerwehrdienst wurden Marc Reinmüller, Daniel Reinmüller und Markus Oelke ausgezeichnet. Thomas Kleiber ist seit 30 Jahren in der Wehr aktiv und erhielt den Ärmelstreifen vom Kommandanten überreicht. Michael Stelzner