Im Mai ging es im Sudhaus der Kulmbacher Brauerei noch geschäftiger zu als sonst. Die Braumeister nahmen die Rohstoffe besonders unter die Lupe und holten alte Rezepturen wieder hervor. Mit ihrem geballten Wissen und Können brauten sie dann ganz besondere Sude ein, nämlich die Sude für die Festbiere von Kulmbacher, Mönchshof und EKU für die Kulmbacher Bierwoche 2018.
"Das Einbrauen der Festbiere für die Bierwoche ist für uns Braumeister Jahr für Jahr etwas ganz Besonderes", sagt Hermann Nothhaft, Leiter Technologie und Qualitätssicherung. "Natürlich steckt in jedem unserer Biere unser Herzblut, aber für die Festbiere legen wir uns noch ein Quäntchen mehr ins Zeug." Schließlich wollen die Braumeister mit ihren Spezialitätenbieren für Genusserlebnisse während der fünften Jahreszeit in Kulmbach sorgen.
Deswegen kommen für die Festbiere nur die besten Rohstoffe infrage: fränkische Braumalze, weiches Wasser aus dem Fichtelgebirge und Aromahopfen aus der Hallertau. Aber Rohstoffe sind nur der Anfang. "Das Einbrauen selbst muss man sich wie das Zubereiten eines festlichen Gerichts in der Küche vorstellen. Das Rezept und das Handwerk sind das eine, aber das Geschick und Gefühl für den besonderen Geschmack das andere", erklärt Nothhaft. "Entscheidend für die Geschmacks- und Farbunterschiede der Festbiere sind die verschiedenen Spezialmalze sowie Menge und Zeitpunkt der Hopfengabe."
Das Kulmbacher Festbier ist bernsteinfarben und überzeugt mit kräftiger Hopfung, die sich dem malzaromatischen Charakter anpasst. Das EKU-Festbier hat eine angenehm bittere Note und liegt farblich zwischen dem Kulmbacher und dem Mönchshof Festbier. Letzteres ist sehr hell in der Farbe und in der Hopfung etwas weniger betont, was ihm ein sehr feines Aroma verleiht. Auch Weißbierfreunde kommen mit dem Kapuziner Weißbier nicht zu kurz. red