Um weitere Schäden zu vermeiden, sprach sich der Gemeinderat Theres in seiner Sitzung am Montag einstimmig für die Sanierung der Außenfassade am Mehrzweckgebäude "Alte Schule" in Horhausen aus.

Im Laufe der Jahre haben sich optische, jedoch auch mittelschwere und gravierende Schäden an der Fassade abgezeichnet, wie Zweiter Bürgermeister Manfred Rott (CSU) erläuterte, der den in Urlaub befindlichen Ersten Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) vertrat.

Bautechniker Mario Dorsch erläuterte dem Gremium mit einer Bildpräsentation die Schäden und zeigte entsprechende Lösungsmöglichkeiten auf. So gibt es Stockflecken und Verunreinigungen an der Westseite des Gebäudes, die aber momentan keiner Sanierung bedürfen.

Riss an der Nordseite

Anders sieht es hingegen bei den Sockelschäden aus, wo kleinere Risse und Putzabplatzungen die Folge sind. Mittelfristig könne hier Wasser eindringen, so Dorsch. Als sehr gravierend bezeichnete der Fachmann einen großen Riss an der Nordseite und Putzabplatzungen im Eingangsbereich, wo auch schon das Mauerwerk sichtbar ist.

Ebenfalls müssen die Regenfallrohre ausgetauscht werden, die teilweise verbeult sind. Ein jeweils zusätzliches Standrohr soll hier vor zukünftigen Beschädigungen schützen. Die bereits erfolgte Ausschreibung, bei der einheimische Firmen berücksichtigt wurden, ergab eine Summe der günstigsten Angebote von rund 20 000 Euro. Die Vergabe der einzelnen Gewerke erfolgte noch in der gleichen Sitzung am Montag im nichtöffentlichen Teil.

Auch ein Lärmproblem besteht seit Jahren im Bereich der "Alten Schule". Durch die Bebauung ist ein geschlossener Schallkreis vorhanden, der einen großen Nachhall verursacht. Besonders bei abendlichen Veranstaltungen kamen hier in der Vergangenheit Beschwerden aus der Nachbarschaft.

Gemeinderat Karl Matzke baute seinerzeit ein Provisorium aus Spanplatten, das bei Faschingsveranstaltungen regelmäßig vor dem Eingangsbereich steht. "Die Konstruktion erfüllt zwar ihren Zweck und vermindert die Lautstärke von Besuchern, die sich vor der Tür aufhalten, jedoch ist der Auf- und Abbau immer sehr mühsam und zeitintensiv", so Matzke.

Deshalb war man auf der Suche nach einer anderen Lösung. Bautechniker Mario Dorsch stellte einen teilmobilen Vorbau vor, der notwendig ist, um genügend Platz im Hof für Veranstaltungen im Freien zu haben. Demnach könnten vor dem Eingang vier Holzständer angebracht werden, die ein Glasdach halten. An den drei offenen Stellen seitlich zwischen den Balken könnten dann je nach Bedarf einfach und leicht Platten eingeschoben werden. Diese würden innen aus PU-Schaum bestehen und außen metallbeschichtet sein.

Bei der Diskussion der Gemeinderäte wurde angeregt, für eine Zirkulation der Luft zu sorgen, da sich auch Raucher in diesem Bereich aufhalten werden. Die Kosten für die schallschluckende Maßnahme würden sich auf ungefähr 8000 bis 10 000 Euro belaufen, so Dorsch. Der Gemeinderat nahm den Vorschlag zur Kenntnis und wird in einer der folgenden Sitzungen darüber weiter beraten.

Zweiter Bürgermeister Manfred Rott teilte mit, dass von der Verkehrsbehörde eine Absage für den Probebetrieb einer Ampel in der Unterthereser Hauptstraße vorliege. Diese begründet sich darin, dass die notwendige Frequenz von 50 Fußgängern in der Stunde stark unterschritten wird. Bei einer Zählung, die zwischen 8 und 9 Uhr durchgeführt wurde, überquerten höchstens 31 Fußgänger die Straße. Die Gemeinde bemüht sich aber trotzdem weiterhin, das Überqueren der Straße sicherer zu machen. Es wird ein Antrag auf mehrere Querungshilfen, die im Gegensatz zu einer Ampel nicht von einer Mindestnutzung abhängig sind, an das Staatliche Bauamt gestellt.

Neben einem privaten Bauantrag wurde auch dem eines Investors grünes Licht gegeben. In der Peter-Wagner-Straße 23 bis 29 sollen insgesamt zehn Reihenhäuser gebaut werden, die sich mit ihren zwei Vollgeschossen in die Umgebung einpassen.