In Heiligenstadt helfen Monika Kraus und Käte Besand Demenzkranken und deren Angehörigen im Rahmen einer Demenzinitiative weiter. Außerdem organisieren sie Vorträge und Veranstaltungen wie beispielsweise einen Kartenspiel-Nachmittag im Gemeindehaus der evangelischen Kirche.
Dazu war auch Dritter Bürgermeister und Unternehmer Johannes Harrer (CSU) gekommen. "Mit dem Thema Demenz müssen wir uns aufgrund der alternden Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten immer mehr beschäftigen", meint Harrer. Es sei wichtig, dieses zu thematisieren, denn viele ältere Menschen leben alleine, haben keinen Kontakt und isolieren sich immer mehr, wenn sie merken, dass sie sich nicht mehr erinnern können.
"Ja, viele schämen sich, wenn sie merken, dass sie etwas vergessen", ergänzt Käte Besand. Johannes Harrer empfiehlt, dass sich Familienmitglieder nicht scheuen sollten, Hilfe beim Arzt oder der Demenzinitiative zu holen. Käte Besand arbeitet im Demenzzentrum "Lindenhof".
Sie und Monika Kraus, die eine Ausbildung zur Betreuungsassistentin gemacht hat, waren angesprochen worden, die Demenzinitiative zu leiten. Betroffene und ihre Angehörige können die beiden ansprechen, wenn Hilfe nötig ist.
"Ich hatte vor Jahren selbst das Problem mit meinem Onkel und wusste nicht wohin", erzählt Monika Kraus. Sie und Besand informieren sich regelmäßig bei der Alzheimer-Stiftung und legen auch den kostenlosen "Wegweiser Demenz" an Stellen wie dem Rathaus, bei Ärzten oder an der Rezeption des "Heiligenstadter Hofs" aus. "Die Hefte gehen immer schnell weg, denn das Thema ist akut und kann jeden treffen", meint Harrer. Im Mitteilungsblatt wird zudem über Termine informiert.