Günther Geiling "Machen Sie Ihren Verein bereit für die Datenschutz-Grundverordnung!" So lautete der Aufruf der Stadt Eltmann für ihre Vereine und Organisationen und stieß damit auf eine riesige Resonanz. Über 60 Vertreter von Vereinen, Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Ehrenamtler aus Eltmann und den Stadtteilen fanden sich im Klenze-Saal der Stadthalle ein und erhielten bei einem Vortrag wertvolle Informationen für ihre Vereinsarbeit.

Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung und dankte allen Vertretern der Vereine. "Ohne euch alle gäbe es nicht so ein aktives Vereinsleben in und um Eltmann. Euer Ehrenamt ist Stütze unserer Gesellschaft und bereichert unsere Stadt kulturell, sportlich oder auch in sozialen Angelegenheiten enorm." Er ging auch auf die überbordende Bürokratie im Ehrenamt ein. Aus dem Grund wolle die Stadt Eltmann ihre Vereine und alle ehrenamtlich Tätigen bestmöglich in ihrer Arbeit unterstützen, versprach er.

Der Beauftragte der Stadt

In diesem Zusammenhang stellte Ziegler den Vereinsvertretern Sebastian Schilling als den neuen Datenschutzbeauftragten der Stadt Eltmann vor.

Der Informationswissenschaftler Roland Kaiser erklärte, die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) "betrifft eigentlich jeden. Als normaler Bürger haben Sie Rechte und als Verein mehr Rechte und Pflichten". Es habe riesige Ängste bei der Einführung gegeben, "aber Sie können beruhigt sein: Beim ersten Verstoß wird nicht gleich mit Strafen auf die Vereine zugegangen, sondern erst mit Beratung". Gefahren lauerten jedoch immer wieder durch Betrüger.

Hinweise zur Sicherheit

Als Verein müsse man zukünftig ein Verzeichnis führen; es gehe um Informationen auf Internetseiten und vor allem um Vorgänge, wie man seine Daten schützen sollte. Die Daten seien eben nicht im Aktendeckel, sondern im Internet und vielen anderen Diensten.

Geschützt seien auf jeden Fall personenbezogene Daten vom Namen, der Größe über den Gesundheitszustand bis hin zur IP-Adresse von Personen. Kinder seien besonderes geschützt und erst ab 16 Jahren dürfe der Jugendliche selbst über seine Daten bestimmen. So müsse zwingend eine Einwilligungserklärung beim Eintritt eines Neumitgliedes in den Verein erfolgen oder auch ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erstellt werden. Auch die Internetseiten der Vereine müssen laut Kaiser neben dem Impressum eine Datenschutzerklärung beinhalten.