Selbst Festspielleiterin Katharina Wagner attestierte unlängst bei ihrem Besuch in Bamberg dem Richard-Wagner-Verband Bamberg (RWV) im ersten Halbjahr 2020 ein "tolles Programm".

Zum Auftakt präsentieren die Kunsthistorikerin Barbara Fischer-Kohnert und der Bauforscher Tillman Kohnert einen Vortrag über das Bayreuther Festspielhaus. Die Experten aus Bamberg waren dabei, als der Theaterbau neu vermessen wurde. Sie wissen genau, was noch original ist an Wagners Theater und was sich seit 1876 alles verändert hat (28. Januar, 19.30 Uhr, Hotel Bamberger Hof, Schönleinsplatz 4).

Vom schlechten Schüler zum Musikgenie: Die Kulturwissenschaftlerin Ursula Oehme aus Leipzig spricht über den am wenigsten bekannten Lebensabschnitt Richard Wagners - von der Geburt im Haus am Brühl über die ungeliebte Nicolaischule bis hin zur ersten Aufführung einer Komposition im Gewandhaus (25. Februar, 19.30 Uhr, Hotel Bamberger Hof). Sabine Sonntag aus Hannover befasst sich schon lange mit dem Thema "Wagner im Film" und hat darüber mehrere Bücher verfasst. Sie zeigt Ausschnitte aus biografischen Streifen ebenso wie speziell aus Filmen zu Wagners "Tristan und Isolde", darunter Lars von Triers "Melancholia" (31. März, 19 Uhr, Großer VHS-Saal, Tränkgasse 4).

Dramaturgische Konzepte

Aus Frankfurt kommt Konrad Kuhn, der am meisten beschäftigte Dramaturg im Festspielhaus; er ist sowohl für die "Tannhäuser"-Inszenierung als auch für den neuen "Ring" unter Valentin Schwarz zuständig. Er erläutert Wagners dramaturgische Konzepte und was ein Dramaturg speziell in Bayreuth macht (21. April, 19.30 Uhr, Hotel Bamberger Hof).

Stefan Tilch, Intendant des Landestheaters Niederbayern, wird nicht nur über seine dann schon in zwei Teilen realisierte "Ring"-Inszenierung im Bühnenbild des Bamberger Künstlers Karlheinz Beer sprechen - sondern auch über die Probleme des Drei-Städte-Theaters. Das kann nur überleben, wenn das Haus in Landshut saniert wird (18. Mai, 19.30 Uhr, Hotel Bamberger Hof).

Bei den Opernreisen ist Hamburg ausgebucht. Tagesfahrten gehen zum "Rheingold" nach Coburg (31. Januar), zur "Walküre"-Premiere nach Landshut (15. März), zu "Lohengrin" nach Chemnitz (5. April), zu "Tristan und Isolde" in Leipzig (1. Juni) sowie zum Konzert mit Beethovens Neunter im Festspielhaus (30. August).

Ein Höhepunkt ist die Reise zum "Wagner-Kosmos" in Dortmund (21. bis 24. Mai 2020). red