christiane reuther Den Besuch von Joachim Herrmann, bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, beim Ehrenabend der CSU in Knetzgau nahmen rund 50 Landwirte aus dem Landkreis zum Anlass, um auf Probleme in der Landwirtschaft hinzuweisen.

Hupkonzert

Das Aufgebot an Traktoren am Planplatz in Knetzgau erinnerte am Donnerstagabend an die großen Demonstrationen, mit denen die Landwirte in letzter Zeit auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht haben. "So kann es nicht weitergehen", wandte sich Landwirt Martin Gleichmann aus Aidhausen an den Minister, der mit einem lautstarken Hupkonzert empfangen wurde.

Gleichmann und seine Kollegen sprachen von unerlaubtem Zutritt von Aktivisten in Stallungen. Dabei machten die Aktivisten Filmaufnahmen von den "Stalleinbrüchen", und dieses Material werde im Netz verbreitet und verkauft.

Klare Position

Die Rechtsposition des Ministers ist klar: "Es ist verboten, in befriedetes Eigentum einzudringen", sagte Herrmann. Man könne nicht in jedem Stall einen Polizisten abstellen, so der Minister, aber der klare Rechtsverstoß könne zur Anzeige gebracht werden.

"Es brennt an mehreren Stellen", sagte Landwirt Stefan Eirich aus Westheim. Das Anbauverbot für Gewässerrandstreifen brachte Markus Lenhart aus Horhausen vor. Hier kommt auf die Bauern noch einiges zu, wie Markus Lenhart weiter sagte.

Für eine stabile und gesunde Landwirtschaft, von der Joachim Herrmann bei seinem Besuch in Knetzgau sprach, fordern die Landwirte die passenden Rahmenbedingungen. "Wir wollen nur unsere Arbeit machen und nicht demonstrieren", lautete abschließend das Fazit der anwesenden Landwirte.