Die Ausstellung "Wilde Pflanzen vor der Tür" besteht aus zehn Aufstellern und ist als Wanderausstellung vom Bund-Naturschutz-Landesverband (BN) konzipiert worden. Aktuell wird sie bis 20. April in der Hauptstelle der Sparkasse Forchheim, Klosterstraße 14, Cafébar "Testa Rossa", gezeigt (zu den Öffnungszeiten der Sparkasse).
Die Forchheimer Ansprechpartner, Friedrich Oehme und Axel Schauder, haben die Ausstellung ergänzt mit weiteren Plakaten zur lokalen BN-Initiative "Blühflecke". Die "Blühflecke" sind eine landkreisweite Initiative unter der Schirmherrschaft von Landrat Hermann Ulm (CSU) zur Regeneration von Insekten-Lebensräumen, welche schon mehr als 30 Flächen unterschiedlichster Art umfasst, mit steigender Tendenz. Die betreffenden Flächen erhalten ein kleines Erkennungsschild, auf welchem man auch das zur Ausstellung vorgestellte neue Künstler-Logo der Blühflecke findet (gestaltet von Kurt Neubauer).
Zur Eröffnung wurden zwei kurze Referate gehalten. Die Biologin Rotraud Krüger erläuterte die "wilden Pflanzen" am Wegesrand und Ulrich Buchholz führte in das Insektenleben ein. In der Ausstellung erklärt zusätzlich Susanne Klier, Apothekerin, die Heilpflanzen.
Auch das Thema Garten wird angesprochen und man findet in der Ausstellung Anregungen, gestaltet und erläutert von Katinka Uebel. Alles Unkraut - oder was? So lautet das Motto einer der Darstellungen. Die ungefragt gewachsenen kleinen Kräutlein in Mauerwinkeln und an Wegkanten, die den Charme alter dörflicher Ensembles ausmachen, sind für viele kleine Krabbeltiere und fliegende Besucher von Bedeutung als Futterplatz, als Schlupfwinkel und als Brutstätte, die Spatzen nicht zu vergessen. Wo es etwas höher wird, fühlen sich Schmetterlinge und Bienen zur Nektar-Mahlzeit und Singvögel, zum Beispiel der Stieglitz, später zum Samenpicken eingeladen.
Zauberkräuter und Wunderblumen runden den Reigen ab und man findet auf vielen alten Darstellungen symbolisch dargestellte Pflanzenmotive. "Das meiste auf der Welt geht nicht durch Gebrauch kaputt, sondern durch Putzen" - mit dieser tiefsinnigen Wahrheit trägt auch Erich Kästner zum Thema bei, womit auf die fatale Wirkung von Pflanzenvernichtungsmitteln hingewiesen wird.
Führungen für Gruppen, auch Schulklassen, mit Erläuterung der Ausstellung, können beim Bund Naturschutz, Kreisgeschäftsstelle Forchheim, Telefon 09191/65960, angefragt werden. red