Fragen über Fragen, könnte man mit den Worten eines bekannten Herzogenaurachers über "das Papier" schreiben, das Jörg Bubel in der jüngsten Sitzung im Adelsdorfer Rathaus zu Gehör brachte. Auf fast vier Seiten legte der SPD-Gemeinderat dar, was ihm im Zusammenhang mit den Aufschüttungen im Gewerbegebiet Grabenäcker nicht passt. Kritik, insbesondere am Bürgermeister, dem er vorhält, "den Weg einer offenen, für den Bürger transparenten Politik nicht gegangen" zu sein. Bubel kreidet der Gemeinde weiter an, dass es sich bei der Auffüllung "um einen Schwarzbau" gehandelt habe, der nachträglich genehmigt werden musste. Am Ende wirft Bubel noch grundsätzliche Fragen auf: Ob eine Auffüllung überhaupt angebracht sei? Ob die Gemeinde hafte, wenn sich der Boden setze und Schäden an den Gebäuden zur Folge habe? Oder ob der Lieferer des Aushubmaterials vom Reuthsee die Haftung übernehme?


Material nicht belastet

Über eine "zufriedenstellende Antwort" würde er sich freuen, endete Bubel. Nein, Antworten auf die vielen Fragen und Vorhaltungen gab es in der öffentlichen Sitzung nicht. Der Bürgermeister stellte allerdings fest: "Wir haben einen Bauantrag für 10 000 Kubikmeter. Da draußen liegen jetzt 5000 Kubikmeter." Das sei zwar zu wenig. Aber mehr sei auch nicht mehr zu erwarten. Denn nach den Berichten in der Presse habe sich der Seeside-Investor geweigert, noch weiteren Aushub aus dem neuen Baugebiet anzuliefern.
Wie Ingenieur Thomas Wolff vom gemeindlichen Bauamt auf Nachfrage mitteilte, ist der in den Grabenäcker gelieferte Aushub vom Reuthseegebiet nicht mit Schadstoffen belastet. "Das Unternehmen hat nachgewiesen, dass das Material unbelastet ist." Die bisher angelieferten 5000 Kubikmeter würden allerdings nicht ausreichen. Das bedeute, dass die Gemeinde weiteres Auffüllmaterial zukaufen müsse. Demnächst werde es auch eine Änderung des Bebauungsplans geben: Die Bauwerber wünschten sich kleinere Grundstücke.