Zwei Ehrungen gab es bei der Jahresabschlusssitzung des Zeiler Stadtrates am Dienstag im Rudolf-Winkler-Haus.

Stolze 25 Jahre wirkte Edgar Kolb als Leiter des Fotomuseums. "Immer, wenn er gebraucht wurde, war er sofort zur Stelle", hob der Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) hervor. Fachkundig führte Kolb die Besucher durch die Ausstellung und erntete dafür immer Lob. Aus gesundheitlichen Gründen muss Kolb nun sein ehrenamtliches Engagement beenden.

Weitere Auszeichnung

Die Ehrenplakette in Gold des BRK-Blutspendedienstes wurde einem Urgestein dieser Einrichtung zuteil. Zusammen mit Ingrid Böllner, Simone Gilleg und Matthias Popp als Vertreter des BRK-Kreisverbandes Haßberge würdigte Bürgermeister Thomas Stadelmann die Verdienste von Christa Schmitt: "Sie ist ein Mensch mit Herz und Seele. Anderen helfen und Gutes tun ist ihr Motto." Seit Anfang der 1980er Jahre ist Schmitt im BRK-Kreisverband Haßberge ehrenamtlich tätig und engagiert sich in vielen Bereichen der Rotkreuzarbeit. Mittelbeschaffungsmaßnahmen wie Altkleidersammlungen und Hauslistensammlungen unterstützte sie genauso wie die Vorbereitungen der Seniorenweihnachtsfeier der Stadt Zeil. Hier wurden in großem Stil in der Schulküche Plätzchen gebacken, um sie dann an die Zeiler Senioren zu verschenken. Ihr großes Steckenpferd aber war der Blutspendetermin in Zeil. Angefangen bei den Absprachen der Termine mit dem Blutspendedienst, das Aufhängen der Transparente, die Organisation der Helfer, die Absprachen mit dem Kreisverband und die Verpflegung der Blutspender - in Zeil lag alles in einer Hand, nämlich bei Christa Schmitt.

In seinem Jahresrückblick stellte Bürgermeister Thomas Stadelmann heraus, dass während seiner Amtszeit die Schulden der Stadt von rund elf Millionen Euro auf aktuell 6,8 Millionen Euro gesenkt werden konnten. Dennoch wurden im vergangenen Jahr wichtige Maßnahmen wie zum Beispiel der Austausch der restlichen Fenster in der Mittelschule, Verbesserungsmaßnahmen im Bereich Gehwege, Straßen und Kanal und die Erweiterung der evangelischen Kindertagesstätte "Regenbogenhaus" um eine weitere Kindergartengruppe angepackt. Vorausschauend auf 2019 soll hier unter anderem die Schulturnhalle mit Einbau von Duschen, Heizung und Sanierung der Toilettenanlage erneuert werden. Außerdem sollen weitere Straßen saniert und die Straßenbeleuchtung im Gebiet Mittelsetz auf LED umgestellt werden, was eine Einsparung von 80 Prozent Stromkosten mit sich bringt. In Sachen Hallenbad sagte Stadelmann, ein Neubau könne nur über eine Allianz der Nachbargemeinden finanziert werden, zusammen mit einer Beteiligung des Landkreises. Eine Sanierung sei unmöglich, gab das Stadtoberhaupt den Wortlaut eines Fachmanns wieder, der das Hallenbad besichtigte.

Höhepunkt im vergangenen Jahr war ganz klar die 1000-Jahr-Feier, die sich über alle zwölf Monate erstreckte. Stadelmann erklärte, dass man ursprünglich 100 000 Euro für die Festlichkeiten veranschlagt hatte. Mit 70 000 Euro liege man darunter, was auch den vielen Sponsoren zu verdanken sei.

Stolz ist der Bürgermeister, dass alle Zeiler Bürger das Jubiläum auf ihre Art und Weise unterstützt haben: "Es gab keinerlei Beschwerden von Anwohnern und alle haben mit angepackt, dass es für uns ein unvergessliches Ereignis wurde." Ein persönlicher Wunsch von Stadelmann ging auch in Erfüllung. So hat sich Pfarrer Michael Erhard dazu bereiterklärt, am 24. Dezember um Mitternacht einen Heilig-Abend-Gottesdienst im Zeiler Käppele abzuhalten, so wie es früher üblich war.