Es ist der dickste Brocken, der im Rahmen des Rathaus-Neubaus anfällt: der Rohbau. Der Stadtrat soll am 30. Januar den Auftrag vergeben, der eine Summe von 5,2 Millionen Euro umfasst. Die Gesamtkosten des Großprojekts Rathaus-Neubau liegen bei 28 Millionen Euro. Hinzu kommen die Sanierung des Schlosses mit 8,8 und die Außenanlagen mit 1,5 Millionen Euro.

Vorab hat schon mal der Haupt- und Finanzausschuss die Vergabe beschlossen, als Empfehlung für den Stadtrat. Der Ausschuss beschäftigte sich in seiner Sitzung am Mittwochabend damit. Demnach wird dem Stadtrat empfohlen, die Firma GS Schenk Bauunternehmung aus Fürth, gemäß Angebot vom 2. Dezember mit den Baumeisterarbeiten (Rohbaubauarbeiten) zu beauftragen. Die Auftragssumme beträgt 5,19 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer.

3,9 Prozent drüber

Die Rohbauarbeiten für den Rathausneubau wurden in einem europaweiten Verfahren ausgeschrieben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote stellt die Aufstellung der Firma Schenk das wirtschaftlichste Angebot dar, heißt es in den Erläuterungen zur Beschlussvorlage. In der Kostenberechnung vom 13. März 2019 wurden diese Arbeiten mit 4,99 Millionen Euro beziffert. Die Vergabesumme überschreitet diesen Ansatz um 3,9 Prozent beziehungsweise 195 213 Euro.

Erleichterung

In der Sitzung zeigte sich CSU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schwab erfreut, dass man weg von 30-prozentigen Überschreitungen sei und hier bei nur drei Prozent liege. Auch Bürgermeister German Hacker (SPD) gab sich erleichtert, dass gerade bei der größten einzelnen Auftragssumme nur eine geringe Überschreitung hingenommen werden muss. Die Entwicklung in den vergangenen Monaten war oft anders.

Der Ausschuss traf den Empfehlungsbeschluss bei einer Gegenstimme von Manfred Welker (FW). bp