Mit einer fröhlichen Geburtstagsparty feierten Belegschaft und ehemalige Mitarbeiter von Borg-Warner (früher Beru) das 40-jährige Bestehen des Standortes Muggendorf. Sie hatten auch allen Grund dazu, denn ganz vorne bei den Ehrengästen saß Volker Weng, ETS Borg-Warner Europa.
Der amerikanische Großkonzern unterhält 62 Standorte in siebzehn Ländern mit 27 000 Beschäftigten. Volker Weng bekannte sich zum Standort Muggendorf. "Ich habe in Europa zwölf Werke zu betreuen und bin zum ersten Mal hier, weil ich in Muggendorf noch keine Probleme lösen musste", so sein Kompliment. "Es ist mein Wunsch, dass Borg-Warner in Muggendorf weiterhin erfolgreich bestehen kann."
Noch ein Gast verbreitete Zuversicht. Der Abteilungsleiter für Entwicklung bei Mercedes-Benz, Patrick Schmidt. "Wir sind froh, dass wir im Muggendorfer Autozulieferer einen starken Partner haben." Borg-Warner (Beru) bringe sehr gute Leistungen bei der Herstellung von Zündspulen. Mercedes sei ein zufriedener Kunde. Dies zeigte auch ein 500 PS starker Daimler, der vor dem Eingang des Werkes protzte und mit offener Motorhaube Einblick in sein Innenleben mit Muggendorfer Elektronik gewährte.
Die Feier in einem eigens aufgestellten Festzelt eröffnete "Belcanto vokale" mit seinem Geburtstagsgruß "Happy Birthday". Werkleiter Wolfgang Leuschner bekannte, dass Beru Muggendorf in seinem 40-jährigen Bestehen auch Krisen durchstehen musste. Der spontane Einsatz der Beschäftigten habe jedoch dazu beigetragen, diese zu überwinden. Es war wohl die Dankbarkeit für einen wohnortnahen Arbeitsplatz, Lohneinschnitte und freiwillige Mehrleistung hinzunehmen. "Wir blicken mit Stolz auf 40 Jahre hochqualifiziertes und diszipliniertes Arbeiten unserer Beschäftigten zurück", so Leuschner.
Für Landrat Hermann Ulm ist Borg-Warner in Wiesenttal einer der wichtigsten Industriestandorte im Landkreis. Wiesenttals Bürgermeister Helmut Taut bezeichnete Borg-Warner als eine Firma, "auf die wir alle stolz sein können". Das Werk sei nicht nur ein großartiger Arbeitgeber, sondern es trage auch zur Stabilisierung der Finanzen des Marktes Wiesenttal bei.
Es gab auch Ehrungen. Luitgard Edelmann, Irmgard Beyerlein, Georg Müller und Erhard Endres sind seit 40 Jahren, also von der ersten Stunde an, dabei. Erhard Endres war von 1993 bis 2016 Werkleiter. Endres habe das Muggendorfer Werk nach vorne gebracht, so Wolfgang Leuschner. "Erhard, wenn du nicht gewesen wärst, feierten wir vielleicht heute nicht," so Leuschner. Der frühere Werkchef wurde gleichzeitig in den Ruhestand verabschiedet."Die Technik alleine schafft es nicht, entscheidend bleibt immer noch der Mensch", so Stefanie Wagenblast von der Personalvertretung aus Ludwigsburg. "Ihr habt in Muggendorf mehr geleistet, als erwartet wurde." Grußworte sprachen auch Wolfram Brehm und Alexander Streit von der IHK. Den ökumenischen Segen für das Werk spendeten Dekan Günther Werner und Dekan Pater Flavian. hl