Im Jahr 1959 gaben sich Gerhard und Ute Constien, geborene Ritter, in Bremen das Ja-Wort. Jetzt feierten die bekannten Höchstadter in ihrem Haus in der Inastraße das Fest der diamantenen Hochzeit.

Dazwischen lagen Stationen eines interessanten gemeinsamen Lebenswegs. Beide stammen aus dem hohen Norden: Gerhard Constien aus Bremen, seine Frau Ute aus Oldenburg. Im Freundeskreis ihrer Geschwister hatten sie sich einst kennengelernt. Bald schon zog das Ehepaar nach Biedenkopf in Hessen.

Nachdem der junge Schreinermeister neun Jahre einen eigenen Betrieb geführt hatte, kam er auf die Idee, "Holz durch Kunststoff abzulösen", wie er heute schmunzelnd erzählt. Die Idee konnte er in einem Unternehmen mit der Herstellung von Kunststofffenstern umsetzen. Ute Constien, die eine kaufmännische Lehre absolviert hatte, war bei einem bekannten hessischen Metallunternehmen beschäftigt.

Die Berufung gefunden

1972 zog die Familie nach Höchstadt. Gerhard Constien arbeitete zunächst bei einem Kunststoffunternehmen in Eltersdorf, machte sich dann aber als Bauträger selbstständig. Häuser zu bauen, vor allem zu zeichnen, war wohl seine echte Berufung.

Ein großes Hobby der Eheleute Constien ist die Musik: Ute Constien unterrichtete von 1973 bis 1990 an der Musikschule Höchstadt das Fach Blockflöte. Zwei Jahre war sie sogar als Leiterin für die Musikschule verantwortlich.

Die beiden gründeten den Förderkreis "Pro Musica", den Gerhard Constien als Vorsitzender führte. Auch heute noch gehört die 81-Jährige einer Höchstadter Blockflötengruppe an. Außerdem singt sie zusammen mit ihrem Sohn in einem Fürther Chor. Gerhard Constien hat sich als Hobby der Ahnenforschung verschrieben.

Vier Kinder und elf Enkelkinder gratulierten den Ehejubilaren zur diamantenen Hochzeit. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeister Gerald Brehm (JL).