Auch wenn beim TSV Rossach sportlich fast alles im grünen Bereich ist, plagt den Verein doch ein großes Problem. Wie Vorsitzender Bernd Schneider sagte, werde die Arbeit im Vorstand auf zu wenige Schultern verteilt. Aus diesem Grund kündigte er an, bei den anstehenden Neuwahlen nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden zu kandieren. Das Thema Neuwahlen fand allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Wie jetzt bekanntgegeben wurde, führen Bernd Schneider als Vorsitzender, Martin Fertsch als Zweiter Vorsitzender, Bernd Mania als Kassierer und Maximilian Carl als Schriftführer den Verein kommissarisch, bis eine neue Vereinsstruktur "ergänzt ist". Der kommissarische Vorsitzende betonte in seiner Erklärung, dass beim TSV Rossach keine "Land-unter-Stimmung" herrsche. "Wir sind guter Dinge, dass wir die vorzunehmenden Veränderungen in einem vernünftigen Zeitfenster schaffen und damit den TSV Rossach für die Zukunft auf eine gute, funktionierende Basis stellen", sagte Schneider.
Martin Fertsch sagte bei der Hauptversammlung, die zweite Fußball- Seniorenmannschaft sei das Sorgenkind des Vereins. "Trainieren und Zuverlässigkeit sind für Spieler der zweiten Mannschaft ein Fremdwort", kritisierte Martin Fertsch. Er sei enttäuscht, sagte Fertsch, dass der Vorstand bei Arbeitseinsätzen teilweise verzweifelt nach Unterstützung suchen müsse.
Bürgermeister Udo Siegel dankte Bernd Schneider für dessen Einsatz zum Wohl des TSV Rossach. Dem scheidenden Vorsitzenden attestierte er, dass er den Verein immer in ruhigem Fahrwasser gehalten habe.
Die meisten der zu Ehrenden konnten Auszeichnungen nicht persönlich in Empfang nehmen, aber Bernd Schneider erwähnte sie alle namentlich. Sebastian Büttner und Elke Ender wurden für eine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt, Elmar Schramm für 40 Jahre, Dora Räder für 50 Jahre, Gerhard Späth und Friedrich Stang für 55 Jahre, Heinz Brückner, Heinrich Fromm, Reinhardt Leistner, Hermann Zarth und Klaus Ziegler für 60 Jahre, Kurt Anders und Irma Rauschert für 70 Jahre. Martin Rebhan