Warum Chico plötzlich ausgebüxt ist, ist noch völlig unklar. Aber fest steht, dass bei der Streiftour des Ponys der Schutzengel fest im Sattel gesessen haben muss. Denn als am späten Montagabend die Besitzer des Kleinpferdes sich auf die Suche nach diesem machten, war es eigentlich schon zu spät.
Auf der Verbindungsstraße von der Bundesstraße 22 nach Frensdorf sahen sie bereits das Warnblinklicht aufleuchten und wussten, was geschehen war. Das Tier war ohne ersichtlichen Grund auf die Kreisstraße gerannt und wurde dort von einem Audi erfasst. Dessen Fahrerin hatte in der Dunkelheit keine Chance mehr zu reagieren.
Völlig geschockt und bewegungsunfähig blieb Chico im Straßengraben liegen. Während sich um ihn ein Tierarzt kümmerte, musste ein Rettungswagen die 16-jährige Beifahrerin im Audi ins Krankenhaus bringen. Die Jugendliche war nach Angaben der Polizei bei dem Unfall leicht verletzt worden. Auch die Untersuchung des Ponys nahm viel Zeit in Anspruch, ehe der Tiermediziner vorsichtige Entwarnung geben konnte. Äußerlich war das Tier unversehrt geblieben, alle Knochen und die Wirbelsäule waren unverletzt. Doch da Chico immer noch nicht in der Lage war aufzustehen, wurde er mittels Tuch in einen Anhänger gehievt und in eine Tierklinik bei Bamberg transportiert. Hier sollte sich das Pony von den Strapazen erholen. Besitzer und Polizei haben derweil die Ermittlungen dazu aufgenommen, wie das Tier überhaupt flüchten konnte.
Der Pkw musste abgeschleppt werden, Sachschaden: circa 6000 Euro. NEWS5/red