Der Feuerschutz in Gleismuthhausen, einem Stadtteil von Seßlach, wird in diesem Jahr noch ein Stück sicherer. Denn der neue Feuerlöschteich, der sich auf einem Privatgrundstück befindet, soll in naher Zukunft für die Löschwasserversorgung in dem 100-Seelen-Ort zur Verfügung stehen. Dass der Bau eines Löschteiches notwendig ist, merkte die Feuerwehr, als bei einer Großübung plötzlich kein Löschwasser mehr floss. Schuld daran sei der niedrige Wasserdruck in Gleismuthhausen gewesen, der durch den Austausch eines Druckminderers durch die FWO in Dietersdorf ein wenig besser geworden sei, wie bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Gleismuthhausen im Vereinsheim berichtet wurde. Die Stadt handelte schnell und nahm mit einem Grundstückseigentümer Kontakt auf - und das mit Erfolg. Der Feuerlöschteich ist ausgebaggert. Nach der Frostperiode soll er auf seine Dichtigkeit geprüft werden und kurze Zeit später in Betrieb gehen.
Kommandant Georg Hartmann ging auf die verschiedenen regelmäßigen Übungen der Wehr ein, wo immer eine komplette Mannschaftsstärke anwesend war. Außerdem gab es einen Schulungsabend zum Thema Digitalfunk.
Höhepunkt waren nach seinen Worten die beiden Großübungen mit den Wehren aus Autenhausen und Gemünda sowie aus Merlach. Für alle Beteiligten sei diese Übungen ein großer Gewinn gewesen. Dabei habe man gemerkt, wie lange es dauert, bis Löschwasser aus dem Fluß Helling am Brandherd zur Verfügung steht. "Ein weiterer Grund für den neuen Löschwasserteich", wie der Kommandant feststellte.
Dass man in wichtigen Situationen in den Stadtteilen, die an der äußeren Landkreisgrenze liegen, zusammenhalte, zeigten der schnelle Einsatz und das Engagement der Wehrleute bei den Übungen. Der Kommandant rief dazu auf, weiterhin die Übungen regelmäßig zu besuchen. Eine der nächsten Übungen werde gleich am neuen Löschteich stattfinden.
"Wir wissen, was wir können in Gleismuthhausen", stellte der Vorsitzende Marco Angermüller in seinem Bericht fest. Er sei sehr stolz auf seine Wehr, wo Zusammenhalt und Kameradschaft passten.


Kempinski: Gemeinsames Üben

Der Feuerwehrverein hat 47 Mitglieder mit einer guten Altersstruktur. Für Kreisbrandmeister Johannes Kempinski ist das gemeinsame Üben der richtige Weg. In punkto Digitalfunk werde man in Gleismuthhausen noch einige Zeit zweigleisig fahren müssen, um sich mit den Wehren aus Heldburg und Bad Colberg verständigen zu können, da diese Wehren noch einige Zeit analog funken werden.
Bürgermeister Martin Mittag (CSU) sagte, er sei froh, dass das Wasserproblem bei einer Übung und nicht bei einem Einsatz festgestellt wurde. "Da die Stadt für den Feuerschutz zuständig ist, war man um eine schnelle Lösung bemüht. Der Löschteich ist eine effektive und kostengünstige Lösung", sagte Mittag.
Christian Hückmann, der Jugendwart der Feuerwehr Merlach, sagte, er wolle wieder den Atemschutz in Gemünda aktivieren, wofür noch Wehrleute aus allen Feuerwehren im Umkreis gesucht würden. Dies sei nötig, da die Anfahrt von Heldburg oder Hafenpreppach im Einsatzfall zu lange dauern würde.
Die Versammlung wählte Andreas Bätz zum neuen Schriftführer. Er löst damit Tobias Mehling ab, der weiterhin dem Vorstand angehört.
Für 25-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden mit einer Urkunde und einer silbernen Feuerwehrmann-Figur Rudi Eberhardt, Christian Pekusa und Bernd Hackl geehrt. Für jeden Jubilar hatte der Vorsitzende eine Laudatio parat. Die Ehrung von Dieter Kechler wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Rudi Eberhardt dankte im Namen der Jubilare für die Auszeichnung und sagte: "Wir sind gerne bei der Feuerwehr." mst