Der CHW lädt zu einem Vortrag über den berüchtigten "Goldmacher" Krohnemann am Donnerstag, 23. Januar, 19 Uhr ins katholische Pfarrheim in Stadtsteinach, Kirchplatz 2, ein. Christian Wilhelm Krohnemann war einer der raffiniertesten Betrüger des 17. Jahrhunderts. Der angebliche Baron aus Livland war ein genialer Überredungskünstler und Frauenbetörer. Er beherrschte die galanten Manieren der Hofgesellschaft und das Spiel der Mächtigen. 1676 bot er seine Dienste dem Bayreuther Markgrafen Christian Ernst an: Er sei fähig, die mit 2,4 Millionen Talern hoch verschuldete Markgrafschaft zu sanieren, denn er könne unedle Metalle in Gold verwandeln.

Dem Alchemisten gelang es, zum Münz- und Bergbaudirektor des Fürstentums aufzusteigen. Als sein Stern wegen des ausbleibenden Edelmetalls sank, veranstaltet er 1678 vor dem Hofstaat eine spektakuläre Show, bei der er sichtbar für alle "echtes" Gold erzeugte. Nach Festnahme, Flucht und erneuter Verhaftung wurde er zum Tode verurteilt.

Wolfgang Schoberth wird den Fall darstellen, ergänzt durch die von Max Hundt verfasste Moritat über den "Erschröcklichen Tod des Goldmachers", die von Max Wild urkomisch illustriert worden ist. red