Immer wieder gibt es bei der Münz- und Geldscheinbörse in der Mehrzweckhalle in Theisenort Raritäten und Kuriositäten aus dem Währungsmarkt zu bestaunen. Neben Tausenden Münzen, Scheinen und viel Literatur sorgten diesmal "0-Euro-Scheine" für Aufsehen. Der Vorsitzende der Münzfreunde Kronach, Oliver Fischer, zugleich Organisator und Initiator der Börse mit großer Resonanz, hatte einige dieser Scheine für unser Foto aus der Vitrine geholt. Die "Null-Euro- Scheine" könnten zwar den Verdacht eines Scherzes erwecken, es steckt aber mehr dahinter. Entwickelt wurde der Geldschein vom Franzosen Richard Faille als Souvenir-Schein. Aus dem Verkaufserlös wollte Faille Schlösser und Museen unterstützen. Das gelang in Frankreich recht gut. Der Wert der meisten Scheine wird derzeit zwischen zwei und fünf Euro gehandelt, so Oliver Fischer.

Es gibt aber auch Ausnahmen, weiß Fischer. Zum Beispiel wird ein Schein des Fußballclubs MSV Duisburg zu 400 Euro angeboten. Dabei werden die Scheine mit Sicherheitsmerkmalen wie Sicherheitsfaden, fortlaufender Kennnummer auf Sicherheitspapier (ähnlich Banknotenpapier) gedruckt. Der teuerste "Null-Euro-Schein" wird mittlerweile mit 1000 Euro gehandelt. eh