Die Ortsgruppe Wolfsberg des Fränkische-Schweiz-Vereins (FSV) feiert am 9. und 10. Juni ihr 50-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan, wie Vorsitzender Wilfried Kirsch zufrieden feststellt. Walter Tausendpfund hat die Schirmherrschaft übernommen.
Wo Klettergrößen der Welt am Zeltplatz über viele Jahre sich zu Hause fühlen und wo sich einst das Gründungslokal Gasthof Eichler befand, wird zum Fest auch ein Zelt auf die Besucher zum Jubiläum warten.
Intensiv hat sich Wilfried Kirsch in der Zeitschrift "Die Fränkische Schweiz", herausgegeben vom Hauptverein des FSV, mit der Geschichte seines Vereins beschäftigt. Zwei Gründungsmitglieder leben mit Ludwig Lautenbacher und Günter Häfner noch. Ludwig Lautenbacher aus Dörfles erinnert sich, als sein Vater, seinerzeit Bürgermeister der noch selbstständigen Gemeinde Wolfsberg, von 37 Heimatfreunden 1968 bei der Gründungsversammlung als erster Vorsitzender gewählt wurde. In dieser Zeit gehörte die Gemeinde noch zum Landkreis Pegnitz.
Mit der Kreisreform wechselte die Gemeinde Wolfsberg mit den Orten Hundsdorf, Sorg, Haselstauden, Dörfles, und Untertrubach zum Landkreis Forchheim. Ebenso die Gemeinden Obertrubach, Geschwand und Bärnfels. Alle vier genannten Gemeinden fanden sich nach der Gemeindereform 1978 in der nun größeren Gemeinde Obertrubach wieder.


Vier Gruppen in Obertrubach

Alle hatten bereits damals FSV-Ortsgruppen, die bis heute aktiv sind. So ist Obertrubach heute eine Gemeinde mit vier FSV-Ortsgruppen. Dabei gebe es, so Lautenbacher, keinerlei Konkurrenzdenken.
Die erste große Begeisterung des FSV Wolfsberg flachte über zwölf Jahre langsam ab. Aus gesundheitlichen Gründen trat Georg Lautenbacher bei einem Stand von 26 Mitgliedern zurück. Hilfreich erwies sich in dieser Phase die Unterstützung von Fritz Preis aus dem nahen Egloffstein, Vorsitzender des FSV-Hauptvereins.
Es folgt die lange Zeit von Ludwig Lautenbacher, der von 1981 bis 2015 den Verein lenkte. Wanderwege, Trachten, das Anlegen von Ruhebänken und Brunnen, ja das gesamte heimatliche Brauchtum erfuhr eine intensive Pflege. 2015 erfolgte der Generationenwechsel. Wilfried Kirsch übernahm fortan die Leitung. Er war zuvor bereits 24 Jahre Stellvertreter.
Die Burg von Wolfsberg wird als sichtbares Zeichen des stolzen Jubiläums auch beleuchtet sein. In den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war die Burgruine Wolfsberg, über dem gleichnamigen Ort als markantes Wahrzeichen im Trubachtal thronend, durchgehend in der Nacht beleuchtet. Als die Beleuchtungsanlage ihren Geist aufgab, wurde sie nicht mehr erneuert und die Burg liegt des Nachts seitdem wieder im Dunkeln.
Der FSV Wolfsberg veranlasste anlässlich seines 50. Gründungsfestes, das am 10. Juni am Zeltplatz Eichler gefeiert wird, dass die Burgruine jetzt wieder vier Wochen lang täglich von 22 bis 24 Uhr beleuchtet wird. Aus wirtschaftlichen Gründen entschied man sich für die einfache, nicht bunte Variante.
Für die Idee, das Projekt einer permanenten Illuminierung in das Programm der laufenden Dorferneuerung aufzunehmen, fand Winfried Kirsch im Ort keine Befürworter, wie er bedauernd sagt. Auch wenn dieser Zug vermutlich abgefahren ist, werden die Wolfsberger das Jubiläum der FSV-Gruppe zu feiern wissen.