Jeder kennt sie und jeder fürchtet sie, die Baustellen. Auch die Stadtwerke Forchheim betreuen eine Menge an Baustellen, um die Abwasser-, Gas-, Strom-, Wasser- und neuerdings die Glasfaserleitungen im Stadtgebiet Forchheim zu verlegen.

Eine größere Baustelle betrifft ab 27. August weite Teile von Forchheim-Ost. Hier wird zum einen die Wasserleitung saniert, zum anderen werden neue Gasleitungen inklusive der Hausanschlüsse verlegt und Leerrohre für den Breitbandausbau eingebracht.

Teilsperrung Ziegeleistraße

Das Ziel der Stadtwerke ist es, ein versorgungssicheres und ausfallsicheres Leitungsnetz in der Stadt zu verlegen. So oft wie

möglich werden dabei natürlich Synergieeffekte, so auch im Bereich der Ziegeleistraße und der Katzensteinstraße, genutzt. Zum einen werden die notwendigen Wasserleitungen erneuert, zum anderen erstellen die Stadtwerke Forchheim eine zusätzliche Verbindung der Gasversorgung in Richtung Forchheim Ost und verlegen Leerrohre für die künftige Glasfaserversorgung.

Die Baustelle besteht seit 27. August und dauert bis Ende des Jahres. Aufgrund der umfangreichen Tiefbauarbeiten wird es eine Teilsperrung der Ziegele istraße 10 bis 12 sowie der Katzensteinstraße 20 und der Breitenlohestraße 15 bis 22 geben. Eine Umleitung über die Danziger Straße sowie Ziegelei- und Breitenlohestraße wird eingerichtet.

Netz er Zukunft

"Dieser letzte Abschnitt der Baustelle schließt einen weiteren wichtigen Schritt im langfristig angelegten Netzbauplan ab, um die künftige Trinkwasser- und Gasversorgung der Stadt sicherzustellen", teilt Christian Sponsel, Abteilungsleiter für Service Anlagen und Netze der Stadtwerke Forchheim, mit. In diesem Bauabschnitt werden bereits jetzt größere Wasserleitungen verlegt, um dem wachsenden Bedarf der Stadt künftig gewachsen zu sein.

Das Wasserleitungsnetz der Stadt Forchheim sei historisch gewachsen. Es handle sich um ein sehr feingliederiges Netz mit Sanierungsbedarf, so Sponsel. Bereits in den vergangenen zehn Jahren sei durch strategische Bauarbeiten der Wasserverlust durch Rohrbrüche von über 20 Prozent auf vier Prozent reduziert und somit eine erhebliche Summe an Geldern eingespart worden.

Die Wasserversorgung der Stadt werde derzeit durch vier Hochbehälter in Serlbach, Reuth, Burk und am Dreifaltigkeitsweg gesteuert. Die beiden erst genannten wiesen aufgrund ihres Alters einen Sanierungsbedarf auf. Um eine langfristige kosteneffiziente und sichere Lösung, ausgezeichnet nach höchstem Sicherheitsstandard, gewährleisten zu können, werde in den nächsten fünf Jahren der Hochbehälter in Serlbach neu gebaut und der Hochbehälter in Reuth aufgegeben. Dieser Neubau mit einer einhergehenden Vergrößerung gehe Hand in Hand mit der Modernisierung der Wasserleitungen. Dies sei ein Grund, warum die Stadtwerke ab 27. August auch die Baustelle Ziegeleistraße und Breitenlohestraße umbauen.

Warum Stillstand

Oft scheine es so, als würden Baustellen ohne ersichtlichen Grund einfach stillstehen. "Dass aber im Hintergrund wichtige Maßnahmen für die Sicherheit der Bürger ablaufen, bleibt oft im Verborgenen", erklärt Sponsel. Gerade bei der Verlegung von Wasserrohren sei es wichtig, vor Inbetriebnahme des neuen Leitungsabschnittes Wasserproben zu entnehmen und die Rohre auf ihre Dichtheit zu prüfen. Dies dauere meist eine Woche. Diese Zeit werde benötigt, um sicherzustellen, dass eventuelle Verunreinigungen der neu verlegten Wasserleitung nachweisbar sind. Nach der so genannten Inkubationszeit des Wassers werde eine Probe entnommen und im Labor auf mehrere Parameter hin untersucht. Seien nach drei Tagen die Ergebnisse ohne Befund, könnten die Arbeiten an dem neuen Leitungsabschnitt weitergehen.