Mit Salutschüssen und dem traditionellen Königsgruß begrüßte die Schützengilde Kulmbach ihren neuen König Reiner Weiß. Weiß hatte schon im vergangenen Jahr den besten Schuss abgegeben. Erst wenige Minuten vor seiner erneuten Krönung hatte er sich mit einer selbst gemalten Schützenscheibe von seiner Regentenzeit verabschiedet. Weiß hat den Patersbergturm auf der Schützenscheibe verewigt.
"Er kann sich offensichtlich nicht trennen. Wir freuen uns mit ihm", lobte Schützenmeister Hans-Peter Gäbelein die hervorragenden Leistungen. Mit einem 90-Teiler ließ Weiß auch im 506ten Jahr der Königlich Privilegierten Schützengilde alle anderen 48 Teilnehmer, die sich um die Königswürde beworben hatten, hinter sich. Ritter wurde Markus Heidl. Er war knapp hinter Weiß, lag nur 15,6-Teiler schlechter. Zum zweiten Ritter wurde Tobias Schellein mit einem 119,6-Teiler gekürt.
Die Schützengilde kürt immer am Bierfestsamstag ihren neuen Schützenkönig und feuert zu dessen Ehren ein lautstarkes Salut ab.
Bei den Jugendlichen machte Alina Reinhardt das Rennen, wurde Jungschützenkönigin. Und zu Schwarzschusskönigen wurden Markus Heidl mit den besten Treffern auf Königs-, Ehren- und Glücksscheibe im Bereich Luftgewehr und Tobias Schellein im Bereich Klein- und Großkaliber ernannt.
Zur Königskrönung kam auch eine Abordnung österreichischer Schützen. Seit 54 Jahren pflegt die Gilde mit den Schützen aus Lindach eine enge Freundschaft. "Wir wollen das Hauptschießen auch weiterhin durchführen. Denn hier treffen sich Schützen, die vielleicht nicht auf Wettkämpfe gehen. Für uns sind beim Hauptschießen nicht die Einnahmen wichtig, wir wollen mit dieser Veranstaltung die Tradition pflegen und haben auch in diesem Jahr wieder schöne Geld- und Sachpreise", betonte Schützenmeister Hans-Peter Gäbelein.


168 Schützen traten an

Bürgermeister Stefan Schaffranek freute sich über das Traditionsbewusstsein der Kulmbacher Schützen und erklärte, dass die Gilde Brauchtum, Heimatverbundenheit und Geselligkeit hochhält. Beim Hauptschießen 2017 waren 168 Schützen mit von der Partie, im vergangenen Jahr waren es 181. Zur Durchführung des Hauptschießens waren 20 Helfer im Einsatz. Schützenmeister Gäbelein freute sich, dass die Gilde über elektronische Stände verfügt.