Gleich mehrere Feldkreuze stehen in der Gemarkung Marienroth. Eines davon war das Ziel der Flurprozession zahlreicher Gläubiger. Zusammen mit den Wickendorfer Musikanten machten sich die Teilnehmer von der Kirche Marienroth auf den Weg, um am Feldkreuz der Familie Fiedler beim Flurstück "Dorfleite" eine Andacht zu feiern. Grund war die Errichtung des Kreuzes vor genau 100 Jahren.

Die Überlieferung berichtet, dass ein Mensch vom Blitz erschlagen wurde. Die Angehörigen errichteten daraufhin im Jahre 1919 an dieser Stelle ein Holzkreuz mit einer bemalten Blechtafel. Das im Laufe der Jahre morsch gewordene Holz wurde durch einen Stein und das jetzige Kreuz ersetzt Die Inschrift lautet: "Gewidmet zur Ehre Gottes von Joh. Grünbeck 1919 Jesus Maria Barmherzigkeit." Geweiht wurde das Kreuz vom damaligen Pfarrer Wolf.

Fürbitten am Kreuz

"Hilf, das schwere Kreuz zu tragen", so beteten die Gläubigen in den Fürbitten für die Leiden unserer Zeit. Mit der Bitte um gedeihliches Wetter für Wald, Wiesen und Äcker zogen die Gläubigen zurück zur Kirche. Dort wurde die abendliche Andacht mit dem Lied "Leise sinkt der Abend nieder" beendet.

Feld- oder Flurkreuze wurden von den vergangenen Generationen nicht nur bei erlittenem Unglück, sondern auch oft aus Dankbarkeit errichtet.

Von Privatpersonen errichtet

Sie sind Zeugen tief verwurzelter Frömmigkeit der vergangenen Zeit, denn in der Regel errichten Privatpersonen diese Kleindenkmäler.

Heutzutage finden sich trotzdem immer wieder Menschen, die diese Glaubenszeugen erhalten und restaurieren, damit sie für die Nachwelt greifbar bleiben.

Kommendes Wochenende feiert Marienroth sein 70-jähriges Weihejubiläum der St.-Georgs-Kirche. Der Festgottesdienst mit gleichzeitiger Kinderkirche findet am Sonntag, 22. September, um 8.30 Uhr statt. red