Christiane Reuther Gemeinschaft, Harmonie und Heimatbewusstsein sind die Grundsätze der Heimatfreunde Hainert. Mit einem Jubiläumswochenende feierten die Hainerter und Gäste das 60-jährige Bestehen des Vereins, der am 15. Februar 1959 von 14 jungen Männern aus Hainert aus der Taufe gehoben wurde.

Der Bieranstich durch Ehrenvorstand Josef Werner mit anschließender Livemusik durch die "Steffband" machte am Samstagabend den Auftakt. Der Sonntag stand im Zeichen eines Gottesdienstes am Vormittag. Es folgten Ehrungen mit Grußworten und Festbetrieb mit der Blaskapelle Hainert am Nachmittag auf dem Festplatz in der Dorfmitte des Knetzgauer Gemeindeteils Hainert.

Vorsitzender Bastian Buhheller dankte den Mitgliedern, die bis heute dem Verein die Treue hielten und in den vergangenen 60 Jahren dazu beigetragen haben, die Gemeinschaft und das Heimatbewusstsein zu stärken. Mit seinem Stellvertreter Jan Stubenrauch ehrte er zahlreiche Mitglieder für ihr Engagement.

Unter dem Eindruck der Kriegszeit

Knetzgaus Bürgermeister und Schirmherr Stefan Paulus, der die Heimatfreunde als einen wichtigen Bestandteil des Hainerter Dorflebens bezeichnete, sagte: "Man redet hier nicht nur über die Heimat, sondern Sie gestalten sie mit." Der Bürgermeister erinnerte an die Gründung vor 60 Jahren, als der Zweite Weltkrieg gerade einmal 15 Jahre vorüber war.

Die Gründungsmitglieder hätten den Krieg erlebt und nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft den Begriff Heimat noch als eine besondere Bedeutung verstanden. Die Menschen sehnten sich nach Ruhe, Zusammenhalt und Geborgenheit in der Familie und in der Dorfgemeinschaft. Heute sei der Begriff laut Paulus positiv besetzt, was ein Heimatministerium unterstreiche und selbst die Volksmusik sei vielseitiger und bei jungen Leuten durchaus populär. Der Schirmherr bezeichnete Heimat als den Ort, an dem man sich mit den Herausforderungen der Zeit auseinandersetzt.

Wichtiger Partner

Deshalb seien die Heimatfreunde wie der Bürgermeister betonte, ein wichtiger Partner, um Projekte in den Dörfern durch bürgerschaftliches Engagement voranzutreiben.

Das traditionelle Heimatfest und die Mithilfe bei vielen Projekten im Dorf würden von wichtigen und unbezahlbaren Leistungen zeugen. Für das ehrenamtliche Engagement dankte Paulus nicht nur den Männern, sondern auch den Heimatfreundinnen, die in den 80er Jahren dem Verein beitraten.

Ehrenvorsitzender Josef Werner zeigte sich stolz auf eine junge Mannschaft, die Freundschaften pflegt. Da sich die Vereinsführung verjüngte, sei es das Bestreben, die "Heimathütte" dem Trend der Zeit anzupassen.

Für den guten Zweck

Mit seiner Frau Maria überreichte der Ehrenvorsitzende einen finanziellen Baustein, dem sich auch die Hainerter Vereine durch Arthur Böhner (Blaskapelle), Sascha Pataky (Siedlerverein) und Josef Dirschbacher (Sportfreunde) anschlossen.

Geehrt wurden schließlich als Ehrenmitglieder: Maria Werner, Herbert Werner und Josef Meisner; ferner für 55 Jahre Treue zum Verein: Christoph Hobner; für 45 Jahre: Heinz Buhlheller, Helmut Buhlheller, Josef Meisner, Ludwig Pohli, Martin Schwemmlein, Herbert Werner, Josef Werner; 35 Jahre: Otto Böhner, Fritz Burger, Franz Coufal, Herbert Stühler, Matthias Ruck, Hans Scherbel, Thomas Schwemmlein, Ewald Warmuth; 30 Jahre: Marianne Böhner, Irmtraud Coufal, Hedwig Grünewald, Ludwig Krämer, Hedwig Schlosser, Paula Maag, Leo Maag, Hiltrud Meisner, Brigitte Stegner, Heinz Stegner, Gisela Werner, Maria Werner, Ottmar Werner; 25 Jahre: Anni Bergmann, Hugo Bergmann, Thomas Dirschbacher, Heinrich Düring, Franziska Endres, Marga Fuß, Rudolf Temoschko, Rita Temoschko, Rosemarie Warmuth.