Der Obst- und Gartenbauverein Obersiemau- Birkach am Forst hat mit Vandalismus zu kämpfen. Die Täter haben das Ortseingangsschild, von Buch am Forst kommend, total beschädigt. Teile davon lagen im Garten nebenan. Bei der Hauptversammlung riet Bürgermeister Rolf Rosenbauer der Vereinsvorsitzenden Karin Rittweger, den Vorfall zur Anzeige zu bringen. Trotz der vielen Arbeit und des vollen Terminplanes will der Verein eine Tafel aufstellen.
Die Vorsitzende blickte in der Versammlung auf ein arbeitsreiches, aber sehr erfolgreiches Jahr zurück und rief verschiedene Pflanzaktionen und Veranstaltungen in Erinnerung. Darunter waren unter anderem das Bepflanzen der Tröge, die vom Männergesangverein Birkach am Forst, der sich vor kurzem aufgelöst hat, gestiftet wurden. Das Bergfest habe viel Arbeit gemacht, berichtete die Vorsitzende. An vier Wochenenden war die Kelterei wieder in Betrieb. 13 Mitglieder des Vereins haben dort gearbeitet. Mit einer Glühweinparty wurde das Jahr abgeschlossen. Für den Ehrenvorsitzenden Lorenz Bauer wurde eine Linde am Kelterhaus anlässlich dessen 100. Geburtstag gepflanzt.
Der Verein hat im vergangenen Jahr sieben Mitglieder verloren. Es gab eine Neuanmeldung. Somit hat der Verein 107 Mitglieder, darunter sind zwölf Jugendliche.


Viel los für die Jugend

Die Jugendgruppe des Vereins ist sehr aktiv. Jugendleiterin Tanja Pohl berichtete, es seien zusammen mit dem Bund Naturschutz Sommerwohnungen für Fledermäuse gebaut worden. Die Jugendgruppe nahm auch an der Maiwanderung teil und unterstützte die anderen Vereinsveranstaltungen. Auch eine Halloweenparty wurde zusammen mit dem Bund Naturschutz veranstaltet. Überhaupt lobte Pohl die gute Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz. "Bei uns wird Gemeinschaft gelebt", freute sich die Jugendleiterin, "dort stehen die Großen den Kleinen hilfreich zur Seite." In diesem Jahr seien bereits Nisthilfen für Schwalben gebaut worden. Auch einen Sonnenblumenwettbewerb wolle man veranstalten und die größten Blumen beim Bergfest prämieren.
Bürgermeister Rolf Rosenbauer freute sich über die engagierte Kinder- und Jugendarbeit im Verein. Die jungen Menschen würden an viele naturrelevante Tätigkeiten herangeführt.


Was soll gepflanzt werden?

Nachdem die alte kranke Linde an der Straße nach Birkach im vergangenen Jahr entfernt wurde, wolle er zusammen mit dem Verein entscheiden, welche Baumart am selben Platz neu gepflanzt werden soll, sagte Rosenbauer.
Auch Landrat Michael Busch freute sich darüber, wie viel im Verein für Kinder und Jugendliche geboten werde, auch viele andere Vereine im Kreisverband täten dies. Die Städte, Gemeinden und Dörfer wären ohne die Gartenbauvereine ärmer. Die Vereine leisteten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz, sondern auch für die Kultur. Dadurch werden die Dörfer und Gemeinde lebens- und liebenswerter, wie Busch besonders betonte.
Die Mitglieder sind mit ihrer Vereinsführung rundum zufrieden. Alle Vorstandsmitglieder wurden für die nächsten drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Michael Stelzner