Auch in diesem Jahr bietet die Großenseebacherin Irmgard Krammer im Umgriff der Sebalduskirche und damit etwas entfernt vom Trubel auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt ihre Produkte an. Inzwischen hat sie schon eine Stammkundschaft, die nicht nur zum Einkaufen kommt, sondern auch Bestellungen aufgibt.

Ihre Bude mit dem Original Regional-Logo schmiegt sich, wie noch weitere, an den Chor der Sebalduskirche in Nürnberg. Die Bude teilt sie sich in einer Zweckgemeinschaft mit einer Edelbrennerei. Krammer gab dem Laden den Namen: Irmis MarmeLaden. Den Stand betreibt sie zusammen mit der Unterstützung ihrer Familie. Die Anwesenheit im Stand wird auf mehrere Schultern verteilt. Die Chefin erfährt die Unterstützung durch ihre beiden Söhne.

Sie ist die ganze Adventszeit Anlaufpunkt für "süße" Kundschaft. Sie schätzt die Möglichkeit, unter dem Original Regional Logo auch auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt vertreten sein zu können. Die Akzeptanz der Kundschaft ist groß. "Viele freuen sich, Produkte bei uns zu erhalten, die sie andernorts nur schwer kaufen können!", erklärt sie. Die Kunden seien aber auch froh, "nach dem Trubel auf dem Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt hier in eine etwas ruhigere Region zu kommen". Es gibt Stammkundschaft, die sich jedes Jahr mit ihren Marmeladevariationen eindeckt, andere geben Bestellungen auf und holen sie dann wenige Tage später am Stand ab.

Im vergangenen Jahr hatte sie als neue Kreation Glühweingelee im Angebot, in diesem Jahr erweiterte sie die Palette um Chutneys und Senfvariationen. Auch der Senf wird von ihr selbst angefertigt, sie mixt die Variationen aus Senfkörnern, Früchten und Gewürzen. "Kein 08/15, aber was dazugehört."

Besonders das abgelaufene Jahr war reich an Früchten aller Art, erklärt sie gerne. "Alles wilde Zeug wird verarbeitet", merkt sie an. Das betrifft viele Früchte aus Feld, Wald und Flur wie Aroniabeere, Goijbeere, Hagebutte, Holunderbeere, Kornelkirsche, Mispel, Schlehe, Vogelbeere und Zitronenquitte. Daraus werden zahlreiche Marmeladen eingekocht. Auch die Quittenernte in diesem Jahr umfasste einige Zentner. Und die Quitte ist vielfältig verwendbar, sei es als Likör, als Gelee oder als Marmelade.

Während des Christkindlesmarkts befinden sich im vorderen Bereich der Bude die Probiergläser mit den süßen Verführungen für die Kundschaft. Im Sortiment hat sie etwa den klassischen Hagebuttenfruchtaufstrich aber auch eher ungewöhnliche Kombinationen wie Orangen-Tomate Fruchtaufstrich. "Es schmeckt", versichert Krammer. Ansonsten hat sie ihre bewährten Marmeladenkreationen im Angebot. Gerne genommen wird das Sortiment: "Drei im Düdla", ein Geschenkturm aus drei kleinen, unterschiedlich sortierten Marmeladengläsern.

Eine Neuschöpfung sind Marmeladengläser, die in einer kleinen, roten Nikolaushose gerne als Mitbringsel erworben werden. Außerdem gibt es selbstgemachten Glühwein zum Mitnehmen in der Tasse. Diesen kreiert sie aus "Volkacher Landsknecht", den es als Rotwein und als Weißwein gibt.