"Das ist so eine agile und aktive Frau, ich bin ganz begeistert", erzählt Werner Przibilla, Beisitzer beim Deutschen Kinderschutzbund (DKSB). Gemeint ist Regina Steigerwald-Kuth, Gründungsmitglied des DKSB in Forchheim.
Von 2002 bis 2008 war die Lehrerin stellvertretende Vorsitzende, war aber auch als Beisitzerin und Schriftführerin für den Verein tätig. "Und sie bietet Deutschkurse an und hat das Sprach-Café gegründet", ergänzt Przibilla. Eben im Sprach-Café sollen Menschen unterschiedlicher Nationen sich zwanglos treffen und Deutsch lernen - die Umgangssprache. Bei den Treffen gibt es dann verschiedene Themen. "Mir hat gefallen, dass beispielsweise eine Italienerin gefragt hat, ob sie ihre Familie mitbringen kann, um ihren Geburtstag im Café zu feiern. Da wurde dann gemeinsam gekocht und gefeiert. Das war richtig schön", erzählt der Beisitzer begeistert.


Keiner verstand und alle lachten

Einmal sei das Thema "Lieblingsorte in Deutschland" gewesen. Jeder konnte etwas erzählen, erfuhr aber gleich auch etwas Neues über Deutschland. "Der eine war schon auf Schloss Neuschwanstein gewesen. Da erzählte ich, dass die große Halle der von der Wartburg nachgebaut sei. Dann kam die Frage, was die Wartburg denn ist, und so weiter", berichtet Przibilla. Oder dass er Geschichten auf Plattdeutsch vorgelesen habe - die wohl niemand verstand, aber alle lachen mussten.
"Regina hat auch eine Strickgruppe aufgebaut", erzählt Vorsitzende Lisa Hümmer. Der DKSB würde hier die Wolle spenden, damit die Frauen etwas stricken können. Wie beispielsweise eine schwangere Flüchtlingsfrau, die eine Babyausstattung strickte. 2013 wurde Regina Steigerwald-Kuth vom damaligen Landrat Reinhardt Glauber (FW) die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Und im November 2008 erhielt sie den Bürgerpreis der Sparkasse Forchheim für ihr Lebenswerk.