Kronach — Der Hospizverein lud zu einer ökumenischen Andacht in die Spitalkirche. Damit gedachte man der schwer kranken und sterbenden Menschen, die auf ihrer letzten Lebensreise begleitet wurden.
Ein großes Schiff steht vor dem Altarraum der Spitalkirche. An der Schiffsleine hängen bunte Fähnchen. Auf jedem steht ein Name eines "Passagiers", der den schützenden Hafen mittlerweile erreicht hat; "Passagiere", die die Hospizbegleiter bei ihrem Kurs auf die ewige Heimat - auch über zum Teil "stürmisches Meer" - begleitet hatten.
Das Schiff als Sinnbild für Abschied und Aufbruch bildete den Mittelpunkt der ökumenischen Gedenkandacht. Unter dem Motto "Die letzte Reise - Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen" waren alle Angehörigen, die um einen Menschen trauern, ebenso eingeladen wie alle Ehrenamtlichen, Hospizbegleiter sowie Vorstandsmitglieder des Hospizvereins. Gestaltet wurde die Andacht von Pastoralreferentin Birgitta Staufer-Neubauer sowie Pfarrer Martin Gundermann als auch dem Hospizverein mit seiner Koordinatorin Annette Hümmer. "Wir müssen nicht immer alleine reisen. Andere können mit uns gehen und uns den Weg zeigen. Auch Gott gibt uns Kraft, die Reise hier auf Erden zu beenden. Er begleitet uns, egal welche Stürme wir überstehen müssen. Er hält seine schützende Hand über uns", zeigte sich die Koordinatorin sicher. Das Lösen der Leinen und die Fahrt zu fernen Ländern, voller Erwartung, aber auch Unsicherheit und Sorgen: Ruhige Seen, aber auch Orkane und Klippen - "Damit verbinden wir", so Hümmer, "Erkenntnisse, Verzweiflung, Ängste, Hilflosigkeit." Manchmal seien die Hafeneinfahrten schmal und man fahre durch unübersichtliches Gebiet. Aber da sei auch ein Lotse, der das Gelände kenne und uns Hilfe gebe (www.hospizverein-kronach.de). hs